• 15.03.2011, 13:08:28
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Küberl: "Pflegefonds darf nicht zum Fonds-chen werden"

Caritas-Präsident Küberl präsentiert Checkliste zu den Inhalten eines Pflegefonds, der diesen Namen auch verdient

Wien (OTS) - "Ich hoffe, dass die Verantwortlichen eine Lösung
finden, die nachhaltige Antworten auf die Bedürfnisse der betreuungs-
und pflegebedürftigen Menschen gibt", sagt Caritas-Präsident Küberl
anlässlich der bevorstehenden Gespräche von Finanzminister Pröll und
Sozialminister Hundstorfer mit den Länderverantwortlichen. Derzeit
warten mehr als 430.000 Pflegegeldbezieher auf die
zukunftsorientierte Neugestaltung des öffentlichen Beitrags zur
Betreuung und Pflege in Österreich.

"Ein Pflegefonds, der diesen Namen verdient, muss auch die
strukturellen Baustellen im Bereich der Betreuung und Pflege
angehen", ist Küberl überzeugt. Der Caritas-Präsident legt deshalb
eine "Checkliste" mit Kriterien vor, die sicherstellen sollen, dass
der "Fonds nicht zum Fonds-chen verkommt":

1. Rechtlich verbindliche Regelungen für Bund, Länder und
Gemeinden anstatt wenig effektiver Artikel 15a-Vereinbarungen

2. Einheitliche, sozial gestaffelte Selbstbehalte bei
Sachleistungen

3. Rechtsanspruch auf definierte Unterstützungsleistungen anstatt
Sozialhilfe wegen des Betreuungs- und Pflegebedarfs. (Das gilt auch
für pflegende Angehörige, die den Großteil der Lasten tragen.)

4. Lebensqualität vor Regulierungsdschungel. Tageszentren und
Pflegehäuser können und dürfen keine "Schmalspurkrankenhäuser" sein,
sondern Orte für einen qualitätsvollen Alltag.

5. Neue Lösungen für die "Betreuungslücke", die derzeit zwischen
dem maximalen Angebot der mobilen Dienste von 2-3 Stunden täglich und
der 24-Stunden-Betreuung klafft.

6. Solidarische Absicherung des Risikos "Pflegebedürftigkeit"
durch die Einbeziehung von Vermögensertragssteuern und
Erbschaftssteuer, damit nicht nur jene beitragen müssen, die das Pech
haben, selbst betroffen zu sein.

"Erst, wenn wir alle diese Punkte abhaken können, haben wir einen
Pflegefonds, der den Anforderungen einer nachhaltigen und
bedarfsgerechten Betreuung und Pflege wirklich gerecht wird", ist
sich Küberl sicher.

Rückfragehinweis:
Caritas Österreich
Mag. Silke Ruprechtsberger
Tel.: 01/488 31/417 oder: 0664/82 66 909

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