• 15.03.2011, 12:28:59
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BZÖ-Bucher: Raus aus Atomkraft - Handeln jetzt!

BZÖ deckt auf: SPÖ und ÖVP beschließen heute im EU-Unterausschuss Ausbau der Kernenergie

Wien (OTS) - BZÖ-Bündnisobmann Josef Bucher forderte heute im
Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit BZÖ-Energiesprecher Abg.
Mag. Rainer Widmann die rot-schwarze Bundesregierung auf, endlich
dafür zu kämpfen, um die lebensbedrohliche Kernenergie aus Europa zu
beseitigen. "Wir blicken alle mit Entsetzen nach Japan, wie schnell
eine Naturkatastrophe eine Weltmacht ins Wanken bringt. Die
rot-schwarze Bundesregierung fährt derzeit leider eine
Verniedlichungsstrategie. Tatsache ist, dass auch die
wirtschaftlichen Auswirkungen Österreich massiv treffen werden", so
Bucher, der die Einberufung einer Sondersitzung des Nationalrates
verlangt.

Der BZÖ-Chef deckte auf, dass SPÖ und ÖVP im heutigen
EU-Unterausschuss den Ausbau der Atomenergie beschließen wollen. So
stehe heute unter anderem ein Papier der Europäischen Kommission mit
dem Titel "Energie 2020 - Eine Strategie für wettbewerbsfähige,
nachhaltige und sichere Energie" auf der Tagesordnung, das eine
Forcierung der Atomkraft vorsehe. Eine eigene BZÖ-Aussendung mit
Zitaten folgt. "Faymann, Berlakovich und Co sind der EU auf den Leim
gegangen. Der ÖVP-Umweltminister macht nur Lippenbekenntisse, wie
wichtig ihm der Ausstieg aus der Kernenergie ist und gleichzeitig
wird von Rot und Schwarz das Gegenteil beschlossen. Die Bevölkerung
wird von SPÖ und ÖVP nur mehr am Schmäh gehalten und belogen", zeigte
sich Bucher empört.

Bucher verlangte als weitere Konsequenzen aus Tsunami und Atom-Drama
in Japan die Schaffung eines zentralen Krisenmanagers in einem
Bundesamt für Sicherheit und Krisenmanagement. "Jedes Bundesland hat
eigene Krisenpläne. Dieses Kompetenzwirrwarr muss beseitigt werden.
Wir brauchen kein Superamt, sondern eine Zusammenführung der
Kompetenzen in einer Hand, um größtmöglichen Schutz und Sicherheit zu
bieten."

Der BZÖ-Bündnisobmann verwies auf das BZÖ-Konzept für eine
Energieautarkie, "das wir als einzige Partei bereits vor zwei Jahern
entwickelt und vorgestellt haben. Dies kostet zwar etwas, aber
Energieunabhängigkeit darf etwas kosten, weil es auf Dauer den
Konsumenten hilft, Kosten zu sparen."

Bucher forderte die Bundesregierung auf, sofort aus Euratom
auszusteigen und endlich auf europäischer Ebene die richtigen Worte
zu finden. "Mit Temelin, Mochovce, Krsko, Isar 1 ist Österreich von
zahlreichen Schrottreaktoren umgeben. Allein in Temelin wurden
bereits über 100 Störfälle verzeichnet. SPÖ-Bundeskanzler Faymann
soll mit dem Lamentieren endlich aufhören und klar und deutlich für
ein kernkraftfreies Europa eintreten."

Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BZC

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