ANSCHOBER: Am Montag Diskussion über Plastiksackerlverbot auf EU-Ebene
Abfallvermeidung und Mehrweg forcieren - als ersten Schritt Plastiksackerl in der gesamten EU verbieten!
Linz (OTS) - Beim Treffen der EU-UmweltministerInnen am kommenden
Montag 14. März 2011 wird das Thema Plastiksackerl diskutiert.
LR Anschober: "Das zeigt, dass die Diskussion über ein
Plastiksackerlverbot immer stärker in Schwung kommt. Nach Italien,
nach der Forderung durch Zehntausende in Österreich und Initiativen
verschiedener Städte muss die EU ein Signal gegen die
Wegwerfgesellschaft, für Plastikvermeidung und Öleinsparung setzen."
In der Abfallrahmenrichtlinie der EU, die Österreich Mitte Februar
2011 mit einer Novelle des Abfallwirtschaftsgesetzes in nationales
Recht umgesetzt hat, ist Abfallvermeidung die oberste Priorität in
der 5-stufigen Abfallhierarchie. LR Anschober: "Dieser Verpflichtung
und dem Bekenntnis zur Abfallvermeidung müssen sowohl auf
europäischer als auch österreichischer Ebene endlich konkrete,
verbindliche Maßnahmen folgen. Quantitative und qualitative
Abfallvermeidung, Wiederverwendung und Mehrweg sind das Gebot der
Stunde. Minister Berlakovich wird daran zu messen sein, wie er sein
Bekenntnis zur Abfallvermeidung als oberstes Ziel in konkrete
Maßnahmen umsetzen wird. Eine Diskussion auf EU-Ebene ohne
Konsequenzen wäre jedenfalls zu wenig."
Einweg-Plastiksackerl sind jedoch nur die Spitze eines enormen
Verpackungsberges. So machen nach dem Abfall-Statusbericht des BMLFUW
getrennt gesammelte Kunststoffverpackungen 2008 gewichtsmäßig einen
Anteil von rd. 3 % an den gesamten Haushaltsabfällen aus, volumsmäßig
jedoch mehr als 13 %. Und im Restmüll ist nochmals eine gleich große
Menge enthalten.
Anschober startet daher in Oberösterreich noch im März
Direktgespräche mit dem Handel, um mehr Mehrweg und eine Verringerung
von Verpackungen in Oberösterreich zu ermöglichen. Im Juni werden
sich dann die UmweltreferentInnen der Bundesländer mit Anschobers
Initiative für ein Verbot des Plastiksackerls und für ein Eindämmen
des Verpackungsberges auseinandersetzen. Anschober abschließend: "Ich
hoffe auf eine Trendwende hin zu deutlich mehr Mehrweg."
Mag. Hadmar Hölzl
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