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OTS0008   12. März 2011, 08:00

"profil": Konflikt um "Bunkermuseum" in Kärnten

Bundesheer fordert 160 Tonnen an verborgtem Kriegsmaterial zurück - Strafaktion gegen Darabos-Kritiker?


Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, ist um das private "Bunkermuseum"
auf dem Wurzenpass in Kärnten ein skurriler Streit im
Verteidigungsministerium ausgebrochen. Für das 2005 in einer
ehemaligen Sperranlage des Bundesheeres eröffnete Museum mit
Schaustücken aus dem "Kalten Krieg" hat das Verteidigungsministerium
mit Zustimmung des Generalstabs jahrelang funktionsunfähiges
Kriegsmaterial geliefert. Eigentümer und Initiator des Museums ist
Bundesheer-Oberst Andreas Scherer. Der frühere Chef der
Öffentlichkeitsabteilung des Bundesheeres hatte im Vorjahr
ressortinterne Kritik an der Neuordnung der Kommunikationsagenden
durch Verteidigungsminister Norbert Darabos geübt. Bald darauf zeigte
ihn das Ministerium bei der Staatsanwaltschaft Kärnten wegen
Verstoßes gegen das Waffengesetz an, weil ein Teil des bewilligten
Materials nicht mit dem gelieferten übereinstimmte. Die
Rechtsabteilung des Ministeriums entzog ihm alle zuvor erteilten
Ausnahmebewilligungen für Kriegsmaterial und ordnete dessen Rückgabe
an. Wie "profil" weiter berichtet, soll Scherer den angeordneten
Rücktransport von 160 Tonnen Kriegsgerät nun selbst bezahlen, die
Kosten dafür werden auf 276.000 Euro geschätzt. "Man will mich
fertigmachen", klagt Scherer, der beim Verwaltungsgerichtshof
Einspruch gegen den "völlig überzogenen Unrechtsakt" erhoben hat.

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OTS0008 2011-03-12 08:00 120800 Mär 11 PRO0005 0203



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