OTS0158   11. März 2011, 13:44

Preis für Betriebliche Gesundheitsförderung zum fünften Mal vergeben - Gesunde Unternehmen


Zum fünften Mal wurden gestern im Kursalon Wien die
österreichischen Preise für Betriebliche Gesundheitsförderung
vergeben. 2011 waren zwölf Unternehmen aus ganz Österreich nominiert.
Alle nominierten Unternehmen leisten für ihre Mitarbeiter
Gesundheitsförderung nach höchsten Qualitätsmaßstäben. Prämiert
wurden hervorragende Projekte in zwei Kategorien (Klein- und
Mittelbetriebe bis 100 Mitarbeiter und Großbetriebe). Die Preisträger
sind die Firma Silhouette International in Linz und das Restaurant
Rostiger Anker in Fischamend, Niederösterreich. Weiters wurden die
beiden Sonderpreise der Bundesarbeitskammer sowie der
Wirtschaftskammer und SVA der gewerblichen Wirtschaft verliehen.
Bundesminister Alois Stöger und OÖGKK-Obmann Felix Hinterwirth als
Repräsentant der Koordinationsstelle des Netzwerkes haben die Preise
an die ausgezeichneten Firmen überreicht.

Der Preis für Betriebliche Gesundheitsförderung hat zum Ziel, die
vielfältigen und innovativen Aktivitäten in österreichischen
Unternehmen im Bereich der Betrieblichen Gesundheitsförderung
sichtbar zu machen. Die Auszeichnung von zukunftsweisenden Projekten
soll Vorbildwirkung für andere Betriebe haben, ebenfalls
Gesundheitsförderung in ihrer Managementstrategie zu verankern. Die
Nominierten und die Preisträger in den beiden Kategorien Betriebe mit
mehr als 100 sowie Betriebe mit bis zu 100 Mitarbeitern zeigen
innovative Wege, wie Betriebliche Gesundheitsförderung in
unterschiedlichsten Branchen und Strukturen erfolgreich sein kann.
"Betriebliche Gesundheitsförderung ist ein wichtiger Beitrag der
Unternehmen für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter.
Sie bringt Vorteile für die Arbeitnehmer, das Unternehmen und den
Wohlfahrtsstaat. Wer in einem gesundheitsfördernden Umfeld arbeitet,
ist zufriedener im Beruf und kann länger im Erwerbsleben stehen. Das
stützt auch die Leistungsfähigkeit unseres Sozialsystems", hebt
Gesundheitsminister Alois Stöger den Nutzen der Betrieblichen
Gesundheitsförderung hervor.

Getragen wird der Preis von der Sozialversicherung, dem Fonds
Gesundes Österreich, der Bundesarbeitskammer, der Wirtschaftskammer
Österreich und der SVA der gewerblichen Wirtschaft. Die
Koordinationsstelle für das Österreichische Netzwerk für Betriebliche
Gesundheitsförderung ist bei der Oberösterreichischen
Gebietskrankenkasse angesiedelt, die auch bei der Organisation der
Preisverleihung federführend ist.

"Als soziale Krankenversicherung ist uns die Betriebliche
Gesundheitsförderung sehr wichtig. Der Arbeitsplatz hat einen hohen
Stellenwert im Leben der Menschen, daher spielen die Betriebe eine
wichtige Rolle bei der Gesundheitsförderung. Mit BGF gehen nicht nur
die Krankenstände zurück, es bessert sich auch das Arbeitsklima", so
OÖGKK-Obmann Felix Hinterwirth.

Schlüssige Gesamtstrategien statt Einzelaktionen

Betriebliche Gesundheitsförderung, wie sie von den
Netzwerkpartnern verstanden wird, unterscheidet sich stark von
unstrukturierten Einzelaktivitäten wie Obsttage oder
Wellness-Aktionen. Diese wirken in der Regel kaum nachhaltig und
bringen keine nachweisbare Verbesserung der Gesundheit im
Unternehmen. Die Leiterin des Fonds Gesundes Österreich, Mag. Christa
Peinhaupt betont in diesem Zusammenhang: "Nachhaltige Betriebliche
Gesundheitsförderung muss systematisch aufgebaut und kontinuierlich
fortgeführt werden. In den nominierten Unternehmen, die auch alle
geprüfte Träger des BGF-Gütesiegels sind, geschieht das sehr
innovativ und erfolgreich. Diese Entwicklung zeigt, dass unsere
Bemühungen zur Qualitätssicherung erfolgreich waren."

Die Betriebliche Gesundheitsförderung wurde als wissenschaftlich
fundiertes Modell auf europäischer Ebene entwickelt und international
erprobt. Unternehmen im In- und Ausland zeigen den messbaren Vorteil
einer strukturierten Gesundheitsförderung: die Krankenstände gehen
zurück, die gesundheitlichen Arbeitsbelastungen sinken. BGF setzt auf
den Ebenen Organisationsentwicklung, Mitarbeiterbeteiligung und
Arbeitsbedingungen an. BGF wirkt auf die Gesundheit der Mitarbeiter
und auf den Unternehmenserfolg.
"Bei der betrieblichen Gesundheitsförderung haben Beschäftigte,
Betriebsräte, Unternehmer und Führungskräfte ein gemeinsames Ziel:
Eine Gesundheitsförderung, die den Mitarbeitern und der Firma gut
tut. Mit ihren hohen Qualitätsansprüchen bei der betrieblichen
Gesundheitsförderung können sich die Preisträger und Nominierten auch
im internationalen Vergleich sehen lassen. So wollen wir noch mehr
Unternehmen überzeugen, BGF zu betreiben", ist die Koordinatorin des
Netzwerkes BGF Elfriede Kiesewetter überzeugt.

Preis-Kriterien

Die eingereichten Unternehmensprojekte müssen fünf wesentlichen
Qualitätsanforderungen entsprechen, um preiswürdig zu sein:

- Zieldefinition

Definition von Zielen und Überprüfung der tatsächlichen
Entwicklungen projektrelevanter Größen (z.B. krankheitsbedingte
Fehlzeiten, Inanspruchnahme betrieblicher Gesundheitsangebote etc.).

- Ganzheitlicher Gesundheitsbegriff

Umfassendes Gesundheitsverständnis durch die Verbindung von
verhaltens- und verhältnisorientierten Maßnahmen.

- Partizipation

Breite Einbeziehung der MitarbeiterInnen in die Planung, Abwicklung
und Umsetzung des Projektes.

- Systematisches Projektmanagement

Orientierung am Managementzyklus. Durchführung von Ist-Analyse,
Planung, Umsetzung und Evaluation.

- Integration

Integration der Grundsätze von Betrieblicher Gesundheitsförderung
in die Unternehmenspolitik (z.B. Einbindung in das Firmenleitbild,
Führungskräfteschulung, Personalentwicklung). Damit soll
Nachhaltigkeit gewährleistet werden.

Das sagen Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Vertreter

"Gesundheit ist die wichtigste Grundlage für gute Arbeits- und
Lebensqualität der Arbeitnehmer/innen. Sind daher die Hausaufgaben im
Arbeitnehmer/innenschutz gemacht und Betriebsrat und Beschäftigte an
der betrieblichen Gesundheitsförderung beteiligt, verbessert sich das
Gesundheitsniveau und somit die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der
Beschäftigten", so Alexander Heider, Leiter der Abteilung Sicherheit,
Gesundheit und Arbeit der Bundesarbeitskammer.

"Betriebliche Gesundheitsförderung ist ein Wettbewerbsvorteil für
die Unternehmen. Besonders erfreulich ist auch, dass immer mehr
kleine und mittlere Unternehmen Gesundheitsförderung im
Unternehmensalltag integrieren", betont Dr. Martin Gleitsmann,
Abteilungsleiter für Sozialpolitik und Gesundheit der
Wirtschaftskammer Österreich, und Initiator der
Gesundheitsförderungs-initiative "proFITNESS: Gesunde Mitarbeiter-
Gesundes Unternehmen".

"Betriebliche Gesundheitsförderung ist Teil einer modernen
Unternehmensstrategie, die sich nicht nur in einem mehr an
Lebensqualität für die Mitarbeiter, sondern auch volkswirtschaftlich
positiv für das Gesundheitssystem und betriebswirtschaftlich positiv
für das Unternehmensergebnis auswirkt - also eine einzigartige
Win-Win-Win-Situation für Mitarbeiter/innen, Gesundheitswesen und
Betriebe", so SVA-Obmann-Stellvertreter Mag. Peter McDonald.

Die Preisträger sind ...

Eine hochrangig besetzte Expertenjury hat die Preisträger ausgewählt:

BGF Preis 2011 in der Kategorie über 100 Mitarbeiter
Silhouette International, Linz, Oberösterreich

BGF Preis 2011 in der Kategorie bis 100 Mitarbeiter
Restaurant Rostiger Anker, Fischamend, Niederösterreich

Darüber hinaus wurden zwei Sonderpreise vergeben:

Sonderpreis der Bundesarbeitskammer
Eisenwerke Sulzau-Werfen R. & E. Weinberger AG, Tenneck, Salzburg

Sonderpreis der Wirtschaft
Kerschner WOHN design GmbH, Mank, Niederösterreich

Statements der Preisträger

Tarek El-Dabbagh, Personalmanager der Firma Silhouette
International Schmied AG: "Betriebliche Gesundheitsförderung ist für
uns ein sehr authentischer Zugang zur Mitarbeiterförderung. Unser
Ziel ist Beteiligte zu Betroffenen zu machen und die
Eigenverantwortung zu stärken. Wir sind als einziges Unternehmen in
der Branche nicht nach Fernost gegangen. Umso mehr ist unsere
Prämisse, die Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter zu sichern."

Christine Ster, Restaurant Rostiger Anker, Fischamend: "Kein
Unternehmen ist zu klein für Betriebliche Gesundheitsförderung, dafür
konnten wir den Beweis erbringen. Wir waren von der Idee sofort
überzeugt und wurden von unserer externen Projektleiterin bei der
Umsetzung sehr gut beraten. Weiters gilt mein Dank allen unseren
Mitarbeitern, die mit sehr viel Herzblut bei dem gesamten Projekt
dabei waren."

Die Nominierten
Zwölf Unternehmen wurden in den beiden Kategorien nominiert.

Betriebe unter 100 Mitarbeiter:
Fa. Hans Peter Kerschner, Kerschner WOHN design, Mank,
Niederösterreich
Institut Sozialwirtschaftliche Intervention, Klagenfurt, Kärnten
Restaurant Rostiger Anker, Fischamend, Niederösterreich
EPSILON Kran GmbH, Elsbethen, Salzburg
Eurotransline Int. Speditions- und Transportgesellschaft m.b.H.,
Leibnitz, Steiermark

Betriebe über 100 Mitarbeiter:
Moorheilbad Harbach, Niederösterreich
AKZO Nobel Coatings GmbH, Elixhausen, Salzburg
Eisenwerke Sulzau-Werfen R. & E., Tenneck, Salzburg
Landeskrankenhaus Weiz, Steiermark
Planai-Hochwurzen-Bahnen, Schladming, Steiermark
AMS Kärnten
Silhouette International, Linz, Oberösterreich

Informationen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung finden Sie auch
im Internet unter www.netzwerk-bgf.at.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0158 2011-03-11 13:44 111344 Mär 11 GKO0001 1086



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