- 10.03.2011, 14:15:25
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Korrektur zur OTS0159: Frauenpolitik: Glawischnig wirft Regierung Etikettenschwindel vor
Ministerin Heinisch-Hosek im Kreuzfeuer der Kritik.
Wien (OTS) - KORREKTUR: Im vierten Satz des zweiten Absatzes muss
folgender Name richtig lauten: Aleksandra Izdebska (NICHT: Isdebska)
Eigentlich wollte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ)
den heurigen hundertsten Frauentag groß feiern - doch kaum einer will
mitfeiern: Wegen der geplanten Frauenquote in Aufsichtsräten
staatsnaher Unternehmen hagelt es Kritik von allen Seiten. In der
ATV-Diskussionssendung "Am Punkt" sagte Grünen-Sprecherin Eva
Glawischnig gestern, die Ministerin verschone erneut die freie
Wirtschaft, dort gebe es in den Führungsetagen immer noch eine
"Männerquote" von 90 Prozent. Zudem habe Heinisch-Hosek ein
Glaubwürdigkeitsproblem, wenn von 57 SPÖ-Abgeordneten im Nationalrat
nur 20 Frauen seien: "Ich verstehe nicht, warum man das nicht in der
eigenen Partei schafft - zumindest, wenn man sich Frauenpolitik an
die Fahne heftet und den Frauentag feiert."
Den Grünen gehen Heinisch-Hoseks Quotenpläne nicht weit genug, der
Wirtschaft dagegen zu weit, besonders wenn langfristig doch ein
Quotengesetz für alle Unternehmen kommen sollte. In "Am Punkt" warnte
die Unternehmerin Aleksandra Izdebska (DiTech): "Dann kommt es dazu,
dass die Wirtschaft langsam auswandert. Weil wir nicht mehr die
Möglichkeit haben werden, uns frei zu entscheiden."
Heinisch-Hosek sagte in "Am Punkt", sie wolle weiter für mehr
Frauen in Führungspositionen kämpfen. Wenn die Wirtschaft sich nicht
bald bewege, müsse sie dazu eben gezwungen werden: "Denn wir sind die
Hälfte der Bevölkerung, wir wollen die Hälfte der Macht und für die
Männer die Hälfte der Familien- und Hausarbeit."
Rückfragehinweis:
ATV Redaktion "Am Punkt": Tel.:01/213 64 115
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