• 10.03.2011, 13:29:19
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Ausstellung: Wien wurde groß durch Bau des Stephansdoms

Wien Museum zeigt Schau über den Dombau im Spätmittelalter

Wien, 10.03.11 (KAP) Wien wurde erst durch den Bau des Stephansdoms
zu einer Metropole von europäischem Rang: Das wird durch die am
Donnerstag eröffnete Sonderausstellung "Der Dombau von St. Stephan"
im Wien Museum deutlich. Direktor Wolfgang Kos wies bei der
Presseführung darauf hin, dass der Südturm mit seinen 137 Metern
Höhe ein halbes Jahrhundert lang alle anderen Gebäude in Europa
überragte - und das mitten in einer damals vergleichsweise kleinen
Stadt, die nicht einmal Bischofssitz war. Der gigantische Turm sei
Ausdruck von "Stadtmarketing" und Symbol sowohl kirchlicher wie
weltlicher Macht gewesen.

Freilich sei der Bau des heutigen Wahrzeichens Wiens und ganz
Österreichs auch Zeugnis der "unglaublichen Anstrengung einer ganzen
Stadtgemeinde" gewesen, ergänzte Kuratorin Michaela Kronberger. Über
drei Jahrhunderte hinweg befand sich mitten im Stadtzentrum eine
Großbaustelle, die heute kaum mehr vorstellbare Energien, Zeit und
Geldmengen band. Finanziert sei das Mega-Projekt in erster Linie
durch die Bürger Wiens geworden, wies Kronberger auf Dokumente über
Stiftungen, zweckgewidmete Steuereinkünfte und vor allem
Ablasshandel.

Prunkstücke der Ausstellung sind die Architekturzeichnungen aus dem
Spätmittelalter, die seit 2005 zum Weltdokumentenerbe der UNESCO
zählen. Von keinem gotischen Dombau in Europa hat eine derart große
Zahl von Planrissen auf Pergament und Papier die Jahrhunderte
überlebt. Dazu kommen weitere 120 Exponate wie Urkunden,
Fotografien, Grafiken, steinerne Architekturfragmente, Werkzeuge
etc. Infografiken und Modelle helfen den Besuchern ebenso wie
3-D-Darstellungen und Fotos, die komplexen Bauzeichnungen zu
entschlüsseln.

Mehr auf www.kathpress.at (ende) rme/ssc/

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