• 10.03.2011, 09:54:17
  • /
  • OTS0058 OTW0058

Industrie: Aus Geschichte lernen, an die Zukunft denken

Haus der Industrie feierte 100. Geburtstag - Festakt mit Spitzen der Republik Österreich

Wien (OTS) - Wien (PdI) "Aus der Geschichte lernen, in der
Gegenwart leben und an die Zukunft denken - die Industrie versteht
sich dabei als Treiber wirtschaftspolitischer Reformen", betonte der
Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Dr. Veit Sorger
Mittwochabend im Rahmen des Festaktes "100 Jahre Haus der Industrie"
in Beisein von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, den Spitzen der
Bundesregierung mit Bundeskanzler Werner Faymann und Finanzminister
DI Josef Pröll, Vertretern der Sozialpartner, zahlreicher in- und
ausländischer Honoratioren sowie von Spitzenrepräsentanten der
heimischen Industrie. Als das Haus der Industrie im März 1911 durch
Kaiser Franz Josef I. feierlich eröffnet wurde, seien dabei
Unternehmen aus allen Kronländern der damaligen Monarchie vertreten
gewesen. "Damals war das Haus offen für alle, die an einem
gemeinsamen, freien europäischen Markt mitgearbeitet haben - an diese
Tradition können wir heute wieder anknüpfen, denn die Mitglieder
dieses Hauses sind seit dem EU-Beitritt und der Ostöffnung so aktiv
wie kein anderer Verband im mittel- und osteuropäischen Raum
vertreten. Unser Commitment für diesen Wirtschaftsraum, für das
vereinte Europa ist ungebrochen", so Sorger.

Sorger: Leistung muss sich lohnen

Für heute wie auch für die Zukunft gelte zudem: "Ohne industrielle
Basis wäre die österreichische Erfolgsgeschichte der vergangenen
Jahrzehnte nicht möglich gewesen - ohne Industrie werden wir sie aber
auch nicht fortschreiben können", betonte der IV-Präsident. "Direkt
und indirekt sichert die Industrie heute bereits rund 2,4 Mio.
Arbeitsplätze in Österreich sowie beinahe 60 Prozent der heimischen
Wertschöpfung", so Sorger. Damit die Industrie dies auch in Zukunft
gewährleisten könne, brauche sie jedoch "Vertrauen in die Politik.
Vertrauen dass sich Leistung in Österreich lohnt, dass der Staat sich
auf seine Kernaufgaben konzentriert, die öffentlichen Haushalte
saniert und die dafür notwendigen strukturellen Reformen tatsächlich
umgesetzt werden."

Beyrer: Stehen für Zukunftsgestaltung

Die Industrie sei jedenfalls bereit, ihren Beitrag für den
zukünftigen Erfolg des Landes zu leisten, wie IV-Generalsekretär Mag.
Markus Beyrer betonte: "Unserem Selbstverständnis entsprechend steht
das Haus der Industrie für Zukunftsgestaltung, mutiges
Unternehmertum, Modernität und Leistungsbereitschaft." In der
Vergangenheit habe das Haus dabei natürlich Höhen und Tiefen
industrieller und wirtschaftlicher Entwicklungen miterlebt. Dabei sei
es immer wieder genau "in diesen Räumlichkeiten gelungen, Strategien
und Konzepte zu entwickeln, die mitgeholfen haben, die trotz mancher
Umwege und Rückschläge diese beispielslose Erfolgsgeschichte des
Industrielandes Österreich zu schreiben", so der IV-Generalsekretär.

Pröll: Industrie treibende Kraft der politischen Veränderung

"Die Haus der Industrie und die Industriellenvereinigung waren,
sind und bleiben eine treibende Kraft der politischen Veränderung und
Entwicklung", betonte Finanzminister DI Josef Pröll in seiner
Grußadresse. In Österreich sei dabei gerade in den letzten Jahren
einiges gelungen: "Gemeinsam haben wir - Regierung, Wirtschaft und
Industrie sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer - viel geleistet,
um Österreich aus der Krise zu führen, den Aufschwung zu organisieren
und nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen." In diesem Sinne gelte es
nun, auch gemeinsam am weiteren Aufschwung zu arbeiten, wie Pröll
betonte.

Faymann: Wesentlicher Anteil der Industrie an
Erfolgsgeschichte

Den "Geist des Miteinanders" würdigte auch Bundeskanzler Werner
Faymann: "Das Zusammenwirken aller Teile der Gesellschaft hat zu
einem Erfolg geführt, der beispielhaft ist." Die Industrie habe daran
als "Motor der Entwicklung" einen wesentlichen Anteil gehabt, so der
Bundeskanzler. Es sei gelungen aus der wechselhaften Geschichte der
letzten hundert Jahre die richtigen Lehren zu ziehen. Die
Sozialpartnerschaft sei ein Vorbild auch auf europäischer Ebene. "Mit
dieser Gemeinsamkeit, mit diesem gegenseitigen Respekt werden wir
auch in Zukunft weiter erfolgreich sein", so Faymann.

Fischer: Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit erhalten

Bundespräsident Dr. Heinz Fischer betonte die historische
Dimension des Festaktes im Haus der Industrie. "Viele Bausteine des
Erfolgs der Zweiten Republik, haben sich aus den Lehren der Zeit
davor entwickelt." Insgesamt habe Österreich nach dem Zweiten
Weltkrieg eine beeindruckende Entwicklung geschafft. Die Bedeutung
der Industrie in Österreich hätte sich insbesondere in den
vergangenen beiden Jahren deutlich gezeigt. "Jene Länder, die über
eine solide industrielle Basis verfügen, haben sich vergleichsweise
rascher von der Krise erholen können. Auch bei uns ist die
Arbeitslosigkeit im Vergleich nicht so stark gestiegen", betonte
Fischer. Nun gelte es, die Herausforderungen der Zukunft anzunehmen
und zu lösen, wie der Bundespräsident betonte: "Im Rahmen der
Budgetkonsolidierung muss es dabei unbedingt gelingen, Wachstum und
Wettbewerbsfähigkeit so gut wie möglich zu erhalten."

Buch "100 Jahre Haus der Industrie"

Aus Anlass des 100-Jährigen Jubiläums wurde von IV-Präsident
Sorger das Buch "100 Jahre Haus der Industrie" zur Geschichte des
Hauses herausgegeben. Im März 1911 eröffnet, dient das "Haus der
Industrie" seit damals - mit einer zehnjährigen Unterbrechung während
der Besatzungszeit nach dem Zweiten Weltkrieg - als Büro- und
Repräsentationshaus industrieller Interessenvertretungen am
Schwarzenbergplatz

Von besonderer historischer Bedeutung für Österreich war das Haus
der Industrie in den Jahren 1945 bis 1955, als es Sitz des Alliierten
Rates war. In seinen Räumlichkeiten fanden die Detailverhandlungen
zum Österreichischen Staatsvertrag, der Grundlage zur Erlangung der
Eigenstaatlichkeit Österreichs nach dem 2. Weltkrieg, statt.

Heute ist das Haus der Industrie ein Symbol für die
österreichische Industrie, ihr Selbstverständnis und ihre Geschichte
sowie zweifellos eines der eindrucksvollsten Hauptquartiere einer
Arbeitgeberorganisation in Europa. Architektonisch außen dem
Historismus verpflichtet, wurde das Haus der Industrie innen nach
modernsten Gesichtspunkten gestaltet. In den vergangenen Jahren hat
es eine umfassende Restaurierung und zeitgemäße architektonische
Interventionen erfahren.

Rückfragehinweis:
IV-Newsroom
Tel.: +43 (1) 711 35-2306
mailto:[email protected]
www.iv-net.at/medien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NPI

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel