FTI-Strategie des Bundes: Ludwig Boltzmann Gesellschaft als "Role Model" für Reformen in außeruniversitärer Forschungslandschaft
Claudia Lingner: "Wir freuen uns, die vom Bund vorgeschlagenen Maßnahmen bereits 2002 durch eine umfassende Strukturreform umgesetzt zu haben"
Wien (OTS) - Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) begrüßt den
gestrigen Beschluss des Ministerrats zur Umsetzung der FTI-Strategie
und freut sich, dass die außeruniversitäre Forschung als wichtige
Säule in einem von unterschiedlichen Modellen getragenen System
gesehen wird, die wichtige Impulse im Dienst gesellschaftlicher
Entwicklungen und Innovationen liefert.
"Die LBG hat bereits vor neun Jahren alle Maßnahmen eingeleitet,
die in der FTI-Strategie als notwendig erachtet werden, um die
internen Strukturen einer außeruniversitären Forschungsorganisation
an heutige Anforderungen anzupassen", so Mag. Claudia Lingner,
Geschäftsführerin der LBG. "Dieses Maßnahmenpaket zur Entwicklung
klarer Rollenbilder anhand von definierten Leistungszielen im
AUF-Sektor ist sinnvoll und nötig, um exzellente Forschung betreiben
zu können. Man könnte fast meinen, dass die LBG diesem Paket - das
wir zuvor nicht kannten - als 'Role Model' gedient hat", so Lingner
weiters.
Die Neuerfindung der LBG
Von den im Jahr 2002 bestehenden 135 Instituten wurden neunzig
überwiegend sehr kleinteilig strukturierte Institute nach einer
grundlegenden Evaluierung durch eine internationale ExpertInnen-Jury
geschlossen. Den Empfehlungen der Evaluierung folgend wurden die
positiv begutachteten Institute teils weitergeführt, teils in
thematischen Clustern zusammengefasst.
Neue Ludwig Boltzmann Institute werden seither ausschließlich
durch ein transparentes Wettbewerbsverfahren, einen zweistufigen
Ausschreibungsprozess, gegründet. Dies gewährleistet die Umsetzung
der besten Forschungskonzepte als LBI mit einer siebenjährigen
Laufzeit.
Heute ist die 1960 gegründete LBG eine dynamische
Forschungsorganisation internationalen Zuschnitts und hält derzeit
zwanzig LBI und fünf LB Cluster. Ihre Kernkompetenz ist es, gemeinsam
mit akademischen und unternehmerischen Partnern innovative
Forschungsthemen von höchster Qualität zu initiieren und als Trägerin
entsprechende LBI zu gründen. Die Themen der LBG sind: Geistes-,
Sozial- und Kulturwissenschaften sowie medizinisch-klinische
Forschung. Ein starker Fokus liegt auf der Grundlagenforschung mit
translationalem Ansatz.
Exzellente Forschung in Ludwig Boltzmann Instituten und Clustern
Kennzeichen eines LBI sind: ein innovatives Forschungsprogramm zur
Erreichung von Exzellenz, eine interdisziplinäre Ausrichtung,
strategische Partnerschaften mit Universitäten, Krankenhäusern,
öffentlichen Organisationen und Unternehmen, hochwertige
Arbeitsplätze für junge ForscherInnen mit attraktiven
Karrierechancen. Internationale wissenschaftliche Beiräte begleiten
die LBI kontinuierlich zur Qualitätssicherung. Die Laufzeit eines LBI
beträgt sieben Jahre mit der Option einer zweiten Phase, um die
vorgesehene Integration in eine Partnerorganisation einzuleiten. Das
gewährleistet die Nachhaltigkeit des Forschungsthemas, das so der in
der Forschungslandschaft erhalten bleibt.
Die LBG bietet als außeruniversitäre Trägerorganisation ein
flexibles und andererseits leistungsorientiertes Forschungsklima.
Ihren WissenschafterInnen gibt sie ausreichende Freiheit und belastet
sie nicht mit bürokratischen Verwaltungsprozessen. Auf diese Weise
können kompetitive Forschungsergebnisse entsprechend dem vereinbarten
Forschungsprogramm erzielt werden.













