• 08.03.2011, 14:29:06
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Wlodkowski: Bio-Treibstoffe reduzieren Erdöl-Abhängigkeit

E10 ab Oktober 2012: Einführung bei optimaler Vorbereitung problemlos

Wien (OTS) - "Die täglich nach oben kletternden Ölpreise führen
uns unsere ohnmächtige Abhängigkeit von fossiler Energie drastisch
vor Augen. Da-her ist es ein Gebot der Stunde, hier wirksam
gegenzusteuern und die notwendige E-nergie im Inland zu erzeugen. Ein
erster Schritt zu mehr Unabhängigkeit war die 5%ige Beimischung von
Bioethanol zu Benzin, der im Oktober des kommenden Jahres die
Einführung von E10 folgen soll. Hier werden 10% des Benzins durch
heimisches Bioethanol ersetzt. Ich appelliere an alle Beteiligten,
diesen Schritt optimal vorzuberei-ten, um nicht ähnliche Probleme zu
riskieren, wie sie derzeit Deutschland hat. Denn die Beimischung von
heimisch produzierten Biotreibstoffen hat eine Reihe von Vortei-len,
weil dadurch die Abhängigkeit von den Ölstaaten sinkt, die heimische
Wirtschaft angekurbelt und das Klima nachweislich entlastet wird",
stellte Gerhard Wlod-kowski, Präsident der LK Österreich, in einer
Aussendung fest.

Situation in Österreich

In Österreich ist die Einführung von E10 für Oktober 2012
vorgesehen, sie wird der-zeit legistisch vorbereitet. Die praktische
Einführung an der Zapfsäule erfolgt zudem unter Bezugnahme auf die
europäische Norm für E10. Grundsätzlich wurde die E10-Einführung im
Rahmen der Energiestrategie Österreich vorgeschlagen und letztlich
auch vereinbart, jetzt ist es an der Zeit, die Vorbereitungen dafür
zu treffen. Wlod-kowski: "Die Diskussion ist nicht mit der aktuellen
in Deutschland vergleichbar. Durch das Zeitfenster bis zur
praktischen Umsetzung bleibt genug Zeit um die Öffent-lichkeit zu
informieren, die technischen Voraussetzungen abzuklären und auf
etwaige Komplikationen rechtzeitig eingehen zu können. Eine weitere
Verschiebung nach hin-ten ist nicht zielführend."

Situation in EU

Der europäische Normungsprozess von E10 muss noch heuer
abgeschlossen werden. Derzeit gibt es allerdings noch keinen Konsens
zwischen der Mineralölindustrie und den Autoherstellern in einigen
wenigen technischen Gesichtspunkten. Mit Verabschie-dung der Norm
wird dieser jedoch gegeben sein.

Europäisch gesehen war Frankreich der Pionier der E10-Einführung.
Dort gibt es E10 seit April 2009. In Finnland wurde E10 mit
Jahreswechsel eingeführt, in Schweden gibt es vorwiegend E85, welches
aufgrund der Autoflotte sowie der steuerlichen Be-günstigung
umweltfreundlicher Autos gut angenommen wird (E10 soll trotzdem
zu-sätzlich ab Mai 2011 eingeführt werden).

Teller und Tank

"Die Diskussion um die Verwendung von Ackerpflanzen für
energetische Zwecke ist uralt. Wir bekennen uns klar zum Prinzip der
Nachhaltigkeit nach dem Prinzip Teller-Trog-Tank. Dabei können die
Ernährung der Menschen, das Futter für die Tiere und auf der übrigen
Fläche spezielle Sorten für die Energiegewinnung im Einklang
mitein-ander gepflanzt werden. Darüber hinaus gibt es in der EU
weltweit wegweisende Nachhaltigkeitskriterien, die unter anderem
Biosprit aus Brandrodung nicht zulassen und somit nur nachhaltig
erzeugte Rohstoffe und Biotreibstoffe Verwendung finden. Jedenfalls
zielt der immer wieder kehrende Vorwurf, Biotreibstoffe in der EU
wären an der Urwaldzerstörung oder am Welthunger schuld, ins Leere",
so Wlodkowski ab-schließend.
(Schluss)

Rückfragehinweis:

Landwirtschaftskammer Österreich
   Dr. Josef Siffert, 
   Tel +43/1/53441-8521, 
   Fax +43/1/53441-8519, 
   E-Mail [email protected]
   www.lk-oe.at

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