- 08.03.2011, 11:04:30
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BZÖ-Haubner zu Heinisch-Hosek: Frauen wollen Taten sehen
"Familienzukunft Österreich diskutierte in einem Workshop Frauenquote, Elternbildung und Obsorge"
Wien (OTS) - "Die von Frauenministerin Heinisch-Hosek seit Wochen
geführte Diskussion über eine Frauenquote in Aufsichtsräten bringt
nicht wirklich etwas, da nur eine Handvoll Frauen davon betroffen
sind und davon profitieren würden. Viel wichtiger ist eine Stärkung
der Basis, bei den typischen Frauenberufen. In diesen Sparten ist ein
gesetzlicher Mindestlohn - 1300 Euro brutto, das sind netto 1000 Euro
- dringend notwendig", meinte heute BZÖ-Klubobmannstellvertreterin
Abg. Ursula Haubner. "Die Ministerin soll nicht nur über einen
solchen Mindestlohn reden, sondern diesen auch in der Regierung
durchsetzen. Frauen wollen Taten sehen, nicht nur schöne Worte von
Heinisch-Hosek", so Haubner weiter.
"Auch ein Abschaffen der Zuverdienstgrenze würde vielen Frauen mehr
bringen. Zudem benötigen berufstätige Frauen einen Ausbau der
Kinderbetreuungsangebote mit flexibleren Modellen. Sind diese
materiellen und organisatorischen Probleme gelöst, wird es Frauen
auch leichter fallen, sich aktiv am politischen Geschehen auf
Gemeinde- und Länderebene zu beteiligen. Dann können Frauen von einer
breiten Basis aus sinnvolle Politik für Frauen gestalten - Ohne Zwang
und Quotendruck!", sagte Haubner.
"Zu den aktuellen Themen Frauenquote, Elternbildung und Obsorge fand
auch ein Workshop von Familienzukunft Österreich in Linz statt, bei
dem Mag. Mirjam Lettner über "Kinderrechtliche Betrachtungen aus den
Erfahrungen der Kinder- und Jugendanwaltschaft Oberösterreich"
referierte", berichtete Haubner.
Auch die Familienzukunft Österreich befürwortet eine automatische
gemeinsame Obsorge im Falle einer Scheidung. Aber auch für Kinder aus
unehelichen Beziehungen sollte es bei einer Trennung ein Recht auf
Obsorge durch Mutter und Vater geben. Nur in Ausnahmefällen soll es
die alleinige Obsorge eines Elternteiles geben. Kinder haben ein
Recht auf beide Elternteile, auch wenn diese nicht mehr miteinander
können. Obsorge bedeutet nicht nur ein Recht, sondern auch die
Pflicht, gute Entscheidungen für das Kind zu treffen. Auch eine
Reform des Besuchsrechtes und eine Neuregelung der Unterhaltsregelung
sind notwendig, um den gesellschaftlichen Veränderungen der letzten
Jahrzehnte Rechnung zu tragen. Um individuelle Lösungen zum Wohle der
Kinder zu finden, spricht sich die Familienzukunft Österreich für
Beratungsgespräche für Eltern und Kinder schon vor anstehenden
Trennungen aus.
Ebenso unterstützt Familienzukunft Österreich die laufende
BZÖ-Offensive "Mehr Kinderschutz jetzt" und spricht sich für die
Schaffung eines Eltern-Jugendpasses aus, der mit dem Bezug der
Kinderbeihilfe gekoppelt werden könnte. So können verschiedene
gesundheitliche und psychosoziale Präventionsmaßnahmen implementiert
werden, die angesichts der besorgniserregenden Gesundheitsdaten von
Kindern und Jugendlichen dringend notwendig sind. Auch die
Früherkennung von Gewalt und Missbrauch von Kindern und Jugendlichen
würde verbessert werden.
Um die erst kürzlich beschlossenen Kinderrechte auch umzusetzen,
sollte auch ein Grundpaket an Maßnahmen zu Elternbildung im Rahmen
des Eltern-Jugendpasses eingeführt werden, weil auch Eltern Hilfe
brauchen, wenn sie überfordert sind.
Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ
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