- 08.03.2011, 10:49:20
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100 Jahre Frauentag: Fraktionsobfrau der FCG-ÖAAB-Fraktion in der Wiener Arbeiterkammer Abg. z. NR Gabriele Tamandl
Veränderung der Arbeitskultur entscheidend
Wien (OTS) - Die Fraktionsobfrau der FCG-ÖAAB-Fraktion in der
Wiener Arbeiterkammer, Abg. z. NR Gabriele Tamandl, fordert eine
verstärkte Förderung von Frauen in Bildung und Ausbildung sowie ein
Karenzmanagement und setzt sich für eine bessere Vereinbarkeit von
Familie und Beruf ein.
"Wir müssen Frauen und Mädchen in Schule und Ausbildung gezielt
fördern, damit diese überhaupt zu künftigen Führungskräften
aufsteigen können.", postuliert Tamandl und fordert weiter einen
massiven Ausbau der Kinderbetreuungsplätze. Denn in Wien ist es für
viele Frauen gar nicht möglich, nach einer Babypause wieder rasch in
den Beruf einzusteigen, weil keine Kindergartenplätze vorhanden sind.
"Wir brauchen Kinderbetreuungsplätze mit längeren, flexiblen
Öffnungszeiten, die sich der immer flexibleren Arbeitswelt
anpassen.", so Tamandl.
Tamandl fordert weiters eine zielgerechte Förderung mit Schulungen
und Weiterbildung gerade auch in der Karenz. Schon vor Antritt der
Karenz sollte deshalb ein Karenzmanagement geplant werde, das genau
festlegt, wie die Arbeitnehmerin später wieder einsteigen bzw. auch
während der Karenz im Unternehmen tätig sein kann." Gerade durch das
einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld und die Pauschalvariante
auf 12 Monate müssen Frauen schon vor Antritt der Karenz mit dem
Unternehmen gemeinsam den Wiedereinstieg planen.
Der ÖAAB Wien plädiert insgesamt für eine Veränderung der
Arbeitskultur in Österreich. So sollten Konferenzen bis spätestens 15
oder 16 Uhr stattfinden, sodass auch Frauen teilnehmen können, die
Kinderbetreuungspflichten haben, erläutert Tamandl: "Dies zeigt, dass
die Rahmenbedingungen, vor allem die Vereinbarkeit von Familie und
Beruf, an vielen Stellen relativ leicht zu verbessern sind - sofern
der Wille dazu vorhanden ist."
Auch eine Führungskräfte-Teilzeit kann sich Tamandl gut vorstellen:
"Es steht nirgends festgeschrieben, dass Führungsjobs nur in Vollzeit
zu erledigen sind. Wer gut delegieren kann, kann auch mit einem
Teilzeitjob Führungsaufgaben übernehmen. Einzelne Unternehmen leben
dies vor."
Eine bessere Work-Life Balance würde auch den Männern neue Chancen
auftun, so Tamandl: "Längst nicht alle Männer sehen ihren Lebenssinn
darin, für Macht und Ansehen ihre Lebensqualität zu opfern. Eine 80
Stunden Woche lässt kaum Zeit für Freundschaften oder ein intensives
Verhältnis zu den Kindern."
Der ÖAAB setzt sich daher am Frauentag für einen Ausgleich zwischen
beiden Geschlechtern ein. Damit Familie und Beruf für beide
Geschlechter kein Widerspruch sind.
Rückfragehinweis:
ÖAAB Wien, Gabriele Fügenschuh, Pressereferentin, Tel.: 0664/85 95 701 , Mail:[email protected]
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