- 07.03.2011, 16:53:23
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"Menschenhandel und Zwangsprostitution entmenschlichen"
Katholische Organisationen wollen junge Frauen aus osteuropäischen Ländern aus ihrer Zwangssituation befreien
Wien (OTS) - Wien, 07.03.11 (PEW) "Menschenhandel und
Zwangsprostitution entmenschlichen", betonte Sr. Silke-Andrea
Mallmann, die als Pädagogin und Psychologin die Beratungs- und
Betreuungsstelle "Talitha" der Kärntner Caritas leitet, bei einer
gemeinsamen Veranstaltung der Katholischen Jugend der Erzdiözese
Wien, der Salvatorianerinnen und der österreichischen bischöflichen
Kommission für Gerechtigkeit und Frieden ("Iustitia et Pax") in Wien.
Die katholischen Organisationen wollen sich gemeinsam gegen
Menschenhandel und Zwangsprostitution stark machen und die jungen
Frauen, vor allem aus osteuropäischen Ländern, aus ihrer
Zwangssituation befreien. Die Veranstaltung wurde bewusst im Vorfeld
des "Internationalen Frauentags" angesetzt.
Die psychologischen Folgen von Verschleppung, Drohungen und Gewalt
seien schwer abschätzbar, sagte Sr. Mallmann: "Manche Frauen sind
stark und können das verarbeiten. Andere zerbrechen daran und
brauchen Hilfe beim Wiedereinstieg in ein geregeltes Leben". Hier
setzt die Betreuungsstelle "Talitha" an, die Unterstützung durch
Schutzwohnungen und Rechtsberatung bietet. Sr. Mallmann machte darauf
aufmerksam, dass meist solche junge Frauen Opfer von Menschenhandel
werden, die in Armut leben oder ihre Familie unterstützen wollen. Es
gebe aber auch gebildete Frauen, die "gezielt getäuscht" werden. Eine
gängige Methode sei das Anwerben durch Verwandte oder Bekannte für
"angeblich attraktive Jobs" im Ausland.
Bei der Veranstaltung berichteten auch Vertreterinnen der
Internationalen Organisation für Migration (IMO) sowie des Vereins
"Exit". Menschenhandel sei, so die Angaben der Expertinnen, die
drittgrößte Einnahmequelle des organisierten Verbrechens nach Waffen-
und Drogenhandel. Der Jahresumsatz werde auf 32 Milliarden Dollar
geschätzt (Infos: Saskia Bellem, Tel. 01/515 52-3390, E-Mail:
[email protected]). (forts mgl)
Rückfragehinweis:
Erzdiözese Wien, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation
Erich Leitenberger
1010 Wien, Stephansplatz 4/7/1
Tel: 01/51552-3591
E-Mail: [email protected]
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