Grüne zum Frauentag: Heinisch-Hosek soll nicht schönreden, sondern umsetzen
Glawischnig/Schwentner: Gesetzliche Frauen-Quote in Politik und Wirtschaft notwendig
Wien (OTS) - "Es ist beschämend, dass die Armut immer noch
hauptsächlich weiblich ist. Frauen verdienen nicht nur um bis zu 40
Prozent weniger, sie können auch deutlich weniger sparen als Männer.
Die Einkommensschere zwischen den Geschlechtern trifft alle Frauen
von der Managerin bis zur Verkäuferin", so Eva Glawischnig,
Bundessprecherin der Grünen, anlässlich des 100. Frauentages.
Zu feiern gibt es wenig, wie eine Studie des
Meinungsforschungsinstituts Integral im Auftrag der Erste Bank
bestätigt. Männer schaffen es aufgrund ihres höheren Einkommens Monat
für Monat im Schnitt um 24 Euro mehr anzusparen als Frauen. "Dabei
ist zu bedenken, dass Frauen, diejenigen sind die sparen - während
Männer mehr ausgeben. Trotz dieser sparfreudigen Haltung bleibt der
weibliche Sparstrumpf mager. Es ist höchste Zeit, dass der
gesetzliche Mindestlohn von 1.300 Euro endlich in allen Branchen
umgesetzt wird", fordert Judith Schwentner, Frauensprecherin der
Grünen.
"Sehr viele Frauen, von der Alleinerzieherin bis zur
Wissenschaftlerin, erbringen Tag für Tag großartige Leistungen. Sie
werden nur viel weniger beachtet und hervorgehoben. Deshalb fordern
die Grünen eine gesetzliche Quote in der Politik und in der
Wirtschaft. Anstatt Frauen im öffentlichen Diskurs über die Quote
völlig zu Unrecht immer wieder mit mangelnder Qualifikation in
Verbindung zu bringen, sollten die informellen Quoten der Männerbünde
kritischer beleuchtet werden", sagt Glawischnig.
"Freiwillige Selbstverpflichtung ist zu wenig. Frauenpolitik darf
nicht aus Alibi-Maßnahmen bestehen. Frauenministerin Heinisch-Hosek
soll nicht nur die aktuelle Situation schönreden, sondern muss ihre
Ankündigungen endlich auch umsetzen", meint Schwentner.













