- 07.03.2011, 12:55:17
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Spindelegger: Ermordung von Frauen bei friedlicher Domonstration in Abidjan darf nicht hingenommen werden!
Spindelegger zum 100. Internationalen Frauentag am 8. März:
Wien (OTS) - "Die kaltblütige Ermordung von sechs Frauen bei einer
friedlichen Demonstration in Abidjan vor wenigen Tagen hat einmal
mehr in trauriger Klarheit gezeigt: Es ist noch viel zu tun. Auch
noch 100 Jahre nach dem ersten Internationalen Frauentag werden
Frauen in vielen Regionen der Welt immer wieder Opfer gezielter
Gewalt, wenn sie sich in politische Prozesse einbringen", so
Außenminister Michael Spindelegger zum 100. Jubiläum des
Internationalen Frauentags am 8 März.
"Frauen muss ermöglicht werden, die Zukunft aktiv und
gleichberechtigt mitzugestalten", betonte der Außenminister. "Genau
das forderten vor hundert Jahren Frauen in Österreich. Es wird Zeit
dieser Forderung weltweit nachzukommen."
"Als Mitglied des UNO-Sicherheitsrats konnten wir bedeutende
Fortschritte zur Umsetzung von Resolution 1325 für einen stärkeren
Schutz von Frauen in bewaffneten Konflikten und ihre Einbindung in
Friedensprozesse erzielen. So stärkt die von Österreich
miteingebrachte Resolution 1960 den Kampf gegen sexuelle Gewalt in
bewaffneten Konflikten", unterstrich der Außenminister. "Wir wollen
diesen Einsatz nun auch im UNO-Menschenrechtsrat fortführen. Das ist
eines der Vorhaben der österreichischen Kandidatur für den
Menschenrechtsrat für die Jahre 2011 bis 2014."
"Der Kampf gegen Gewalt und für die Gleichstellung von Frauen und
Männern sind auch Prinzipien der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit. Wir unterstützen Frauen in
Entwicklungsprojekten beispielsweise in Albanien, Äthiopien, Uganda
und Burkina Faso durch konkrete Hilfestellungen bei Gewalt und durch
Unterstützung lokaler Frauengruppen, damit diese in politischen
Prozessen fachkundiger mitsprechen und eine stärkere Berücksichtigung
ihrer Interessen und Bedürfnisse einfordern können. Denn nur wenn
Frauen von Anfang an in alle Entscheidungsprozesse eingebunden sind
und ihre Bedürfnisse berücksichtigt werden, ist eine nachhaltige und
faire politische, gesellschaftliche sowie wirtschaftliche Entwicklung
möglich", so Spindelegger abschließend.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: +43(0)501150-3262,4549,4550; F:+43(0)501159-213
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