- 07.03.2011, 11:46:29
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Fürntrath-Moretti: Bereits 38,7% Prozent der Unternehmen in weiblicher Hand
Erhöhung des Wochengeldes für Unternehmerinnen und flächendeckende flexible Kinderbetreuung gefordert
Wien (OTS/PWK152) - "Unternehmerinnen sind die treibende Kraft
in der Wirtschaft. Wir sind stolz darauf, dass aktuell 38,7 Prozent
der heimischen Unternehmen in weiblicher Hand sind", zeigt sich Abg.
z. NR Adelheid Fürntrath-Moretti, Bundesvorsitzende von "Frau in der
Wirtschaft" (FiW) in der Wirtschaftskammer Österreich und Vertreterin
der mehr als 120.000 aktiven Unternehmerinnen in Österreich,
anlässlich des Internationalen Frauentages erfreut. Wie sehr Frauen
aufgeholt haben, spiegelt auch der Anteil der weiblichen
Unternehmensneugründungen wider: Hier lag der Frauenanteil 2010 bei
38,9 Prozent. Mit der neuen Berufsgruppe der selbständigen
PersonenbetreuerInnen konnte sogar ein Frauenanteil von insgesamt
53,2 Prozent erreicht werden. Damit liegt Österreich unter den
Top-Drei in Europa.
Zur aktuellen Diskussion über Quotenregelungen betont
Fürntrath-Moretti: "Es ist wünschenswert, mehr Frauen in
Aufsichtsratspositionen zu bekommen, Unternehmen sollen jedoch frei
entscheiden können, wen sie einstellen und zwar nach Qualifikation,
und nicht nach Geschlecht." Deshalb sei die Gesetzeskeule keine
Lösung. Vielmehr müsse man bei Ursachen und nicht bei Symptomen
ansetzen, so Fürntrath-Moretti: "Vor allem die fehlenden
Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Karriere und Familie
stellen für Frauen ein Problem dar. Frauen müssen daher zielgerichtet
beim Einstieg ins Berufsleben sowie auf dem Weg nach oben gefördert
werden."
Obwohl noch nie so viele Frauen in Österreich berufstätig und noch
nie zuvor so viele Unternehmerinnen am Markt tätig waren, bleiben die
Betreuungspflichten für Kinder oder die Pflege von Angehörigen nach
wie vor zumeist "an Frauen hängen". "Frauen wollen nicht ständig
hören, wie arm sie sind. Sie wollen konkrete Lösungen für konkrete
Probleme. Was wir unbedingt brauchen, ist ein flexibleres,
leistbares und flächendeckendes Angebot an
Kinderbetreuungseinrichtungen", bekräftigt Fürntrath-Moretti.
Außerdem sei es längst an der Zeit, die Höhe des Wochengeldes für
Unternehmerinnen an jenes der unselbstständig Beschäftigten
anzugleichen.
Um Frauen den Weg in den Aufsichtsrat zu erleichtern, hat "Frau in
der Wirtschaft" gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium (BMWFJ) und
der Industriellenvereinigung (IV) das Programm "Zukunft-Frauen" ins
Leben gerufen. Das Vermitteln von Know-how für künftige
Aufsichtsrätinnen und eine Datenbank mit Kandidatinnen sorgen dafür,
dass weibliches Wirtschafts-Know-how für die wichtigen
Aufsichtsmandate gesichert ist. Die ersten Absolventinnen des
Führungskräfteprogramms wurden bereits vergangene Woche vor den
Vorhang gebeten. "Entscheidend ist es, qualifizierten Frauen durch
solche Initiativen den Rücken zu stärken , ihr Selbstvertrauen zu
wecken und sie optimal für Management- und Aufsichtsratspositionen
vorzubereiten ", so Fürntrath-Moretti. (ES)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, Junge Wirtschaft | Gründer-Service | Frau in der Wirtschaft
Mag. Elisabeth Zehetner
Tel.: T: +43 (0)5 90 900 3018, F: +43 (0)5 90 900 295
mailto:[email protected]
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