• 07.03.2011, 11:11:05
  • /
  • OTS0090 OTW0090

100. Frauentag - AMS: Ausbildung in nicht-traditionellen Berufen schließt Einkommenslücke

AMS bietet Qualifizierungsprogramm "Frauen in Handwerk und Technik (FIT) - Frauenberufszentren: Pilotprojekte in drei Bundesländern - AMS Wien setzt FIT-Programm mit abz* austria um

Wien (OTS) - Schwerpunkt der Gleichstellungsförderung ist die
Höherqualifizierung von Frauen insbesondere in nichttraditionellen
Berufsbereichen, die gute Berufs- und Einkommenschancen bieten. Das
AMS hat daher 2006 ein eigenes Förderprogramm zur Qualifizierung von
Frauen in Handwerk und Technik (FIT) gestartet, das Frauen zur
Ausbildung in nicht-traditionellen Berufen motiviert. "Einzigartig am
Programm ist, dass neben der Möglichkeit einer Lehrausbildung auch
der Besuch von Fachschulen, HTLs oder Fachhochschulen gefördert wird.
Nur so kann das Ziel, Frauen in hochwertige technisch-handwerkliche
Ausbildungen zu bringen, erfolgreich umgesetzt werden", betonte Kopf.
Ebenso Teil des Programms sind vorbereitende und unterstützende
Maßnahmen, wie Berufsorientierungen sowie Beratung (auch hinsichtlich
der Kinderbetreuung) während der Ausbildung. Zielgruppe des Programms
sind beim AMS vorgemerkte Frauen unabhängig von Qualifikationsniveau
und Alter. 2010 nahmen rund 6.500 Frauen (2009: 6.386) am
FIT-Programm teil. Die Kosten der Qualifizierung sowie der Deckung
des Lebensunterhaltes werden vom AMS getragen.

2011 wurde das FIT-Programm durch ein eigenes Programm zur
Facharbeiterinnenintensivausbildung für Frauen ergänzt. Dabei
erhalten Frauen, die nur Pflichtschulausbildung haben, die
Möglichkeit, in rund eineinhalb Jahren eine Lehrausbildung zu
absolvieren und sich damit von der Hilfsarbeiterin zur Fachkraft
höher zu qualifizieren.

Frauenberufszentren als Pilotprojekte in drei Bundesländern

Seit Mitte 2010 bietet das AMS in Niederösterreich, in Vorarlberg und
im Burgenland auch eigene Frauenberufszentren als externe
Beratungseinrichtungen an. Zielgruppe dieser Zentren sind Frauen mit
Qualifizierungsinteresse, Wiedereinsteigerinnen und Frauen, die
keinen Beruf erlernt haben. "Die Qualifizierung von Frauen ist eine
der zentralen Voraussetzungen, um die Einkommensschere schließen zu
können. In den Frauenberufszentren erhalten Frauen Berufsorientierung
und Beratung bei der Auswahl der geeigneten Qualifizierung ebenso wie
Laufbahn- oder Karrierecoaching ", so Kopf. Die Frauenberufs-zentren
werden als Pilotprojekte bis Mitte 2011 geführt und im Fall positiver
Evaluierung auf mehrere Bundesländer ausgeweitet.

Das Frauenberufszentrum* Vorarlberg wurde im Auftrag des AMS vom abz*
austria organisiert. Explizites Ziel des Projekts ist die
Höherqualifizierung von Frauen. Hierfür braucht es zunächst eine
Standortbestimmung mit der Klärung von Vereinbarkeitsfragen von Beruf
und Familie sowie Fragen zur finanziellen Absicherung. In weiterer
Folge erfolgt eine rasche Eingliederung in passende weiterführende
Beratungs- und Bildungsangebote. Um Frauen bei der Integration in den
Arbeitsmarkt zu unterstützten, wurden zahlreiche Kooperationen mit
Unternehmen geschlossen. Insgesamt haben nach drei Quartalen 183
Frauen die Beratung durchlaufen. 72 Prozent der Frauen haben in der
Folge entweder Schulungen begonnen oder einen Arbeitsplatz gefunden.

AMS Wien setzt FIT-Programm mit abz* austria um

In den FiT Programmjahren 2006 bis 2010 haben in Wien bereits 692
Frauen und Mädchen mit einer FiT- Qualifizierung begonnen. "Besonders
wichtig für eine nachhaltige Integration von Frauen in den
Arbeitsmarkt ist uns die begleitende Beratung und Betreuung über den
gesamten Zeitraum, angefangen von der ersten Infoveranstaltung über
die Zeiten der Qualifikation bis zur Arbeitsaufnahme und darüber
hinaus. Diese Qualität schätzen wir an einer erfahrenen
AMS-Partnerinstitution wie dem abz* austria ganz besonders", so
Finster. Das Angebot der abz*FIT.frauenberatung gliedert sich in
einerseits Information, Potentialaufschließung und Clearing und
andererseits in begleitende Beratung und Betreuung der
Teilnehmerinnen des FIT-Programms während der Ausbildung bis hin zum
Berufseinstieg. "Nach unseren Erfahrungen fehlt oft nur der Einblick
in technische Berufe. Technische Bereiche, die "erlebbar" sind,
finden große Beachtung bei Frauen und Mädchen. Auch der Zugang zu
klassischen Handwerks-berufen, der noch stark von restriktivem
Rollendenken geprägt ist, wird durch Workshops und Praktika für viele
Frauen eröffnet", berichtet Manuela Vollmann, Geschäftsführerin von
abz*austria. Im Jahr 2010 waren 1368 Frauen in Beratung.

Rückfragehinweis:
Dr. Beate Sprenger, AMS Österreich, Tel. 01/33 178 DW 522 oder 0664/4415148
Mag. Paulick, Dr. Rauscher, AMS Wien, Tel. 01/87871-50114 oder 01/87871-50510
Mag.a Petra Endl, abz austria, Tel. 01/6670300-13

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AMS

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel