- 07.03.2011, 10:31:56
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AK: Frauen sind am Arbeitsmarkt noch immer benachteiligt!
Frauentag: Tumpel fordert Maßnahmen zur Qualifizierung von Frauen - Bund muss Ausbau der Kinderbetreuung unbedingt weiter fördern
Wien (OTS) - "Die Situation der Frauen am Arbeitsmarkt hat sich in
den letzten Jahren nur wenig verbessert", sagt AK Präsident Herbert
Tumpel anlässlich des Internationalen Frauentags. "Aktuell zeigt
sich, dass der Konjunkturaufschwung nicht zu einem Rückgang der Zahl
arbeitssuchender Frauen geführt hat. Hier braucht es Maßnahmen zur
Qualifizierung", so Tumpel. Frauen müssen aber auch gleiche Chancen
am Arbeitsmarkt vorfinden. Teilzeit-, Niedriglohnjobs und fehlende
Karrierechancen sind leider nach wie vor typisch für die
Beschäftigungsrealität vieler Frauen. So bleibt leider auch am 100.
Frauentag die Lohnschere zwischen Männern und Frauen ein
Dauerbrenner: Immer noch sind die Stundenlöhne von Frauen um ein
Viertel geringer als bei Männern. "Dies zu ändern ist eine Frage der
Gerechtigkeit. Die Einkommensberichte sind ein erster Schritt, damit
sich die Betriebe mit den Einkommensunterschieden auseinandersetzen.
Die Betriebe sind gefragt, Maß-nahmen zu setzen, um die Lohnschere zu
schließen", so Tumpel. "Es besteht auch noch immer dringender
Handlungsbedarf, damit das Bekenntnis zur Vereinbarkeit von Beruf und
Familie nicht zur Leerformel wird. Der Bund muss daher den Ausbau der
Kinderbetreuung unbedingt weiter fördern - je schneller desto
besser", fordert Tumpel.
Nach wie vor unerträglich ist die Situation in der Kinderbetreuung.
Noch immer fehlen 35.000 Plätze bei den Unter-3-Jährigen. Außerdem
hat Österreich großen Nachholbedarf bei den Öffnungszeiten: Nur 15
Prozent der Betreuungseinrichtungen entsprechen dem
Vereinbarkeitsindikator von Familie und Beruf. Das bedeutet, dass
Frauen entweder gar keine Jobs annehmen können oder oftmals
unfreiwillig Teilzeit-Jobs machen, die aber nicht existenzsichernd
sind. Es braucht daher dringend einen Strategieplan zum Abbau des
Defizits in der Kinderbetreuung. Zahlreiche Untersuchungen belegen
die vielen Vor-teile einer gut ausgebauten Kinderbetreuungsstruktur,
die von der Förderung von Kin-dern, dem Erhalt von Qualifikationen
für die Wirtschaft und nicht zuletzt in der Umsetzung von
Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern liegen.
Daher fordert die AK:
+ Verstärkte Maßnahmen zur Qualifizierung arbeitsloser Frauen
+ Fortsetzung der Anstoßfinanzierung zum Ausbau der Kinderbetreuung
durch den Bund
+ Strategieplan zur Schließung der Lücke bei
Kinderbetreuungseinrichtungen der Unter-3-Jährigen sowie zur
Ausweitung der Öffnungszeiten bei bestehenden Einrichtungen
Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
CvD - Chef vom Dienst
Tel.: (+43-1) 501 65-2565
http://wien.arbeiterkammer.at
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