• 04.03.2011, 12:44:55
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Serbien: Papstbesuch 2013 derzeit unwahrscheinlich

Pro Oriente-Präsident Marte im "Kathpress"-Gespräch über innerorthodoxe serbische Spannungen und Symposion zur Vorbereitung auf 1.700-Jahr-Jubiläum des Edikts von Mailand

Wien, 04.03.11 (KAP) Ein Papstbesuch in Serbien im Jahr 2013, über
den in Medien bereits spekuliert wurde, scheint derzeit eher
unwahrscheinlich. Anlass des Besuchs wären die Feierlichkeiten zum
1.700-Jahr-Jubiläum des Edikts von Mailand. Zwar würde der
serbisch-orthododxen Kirche (SOK) mit Patriarch Irinej an der Spitze
sehr viel an einer Teilnahme des Papstes an den Feierlichkeiten in
Nis liegen, Spannungen innerhalb der SOK würden dem derzeit aber
entgegenstehen, wie der Präsident der Stiftung "Pro Oriente", Johann
Marte, gegenüber "Kathpress" unterstrich.

Marte ist vor kurzem von einem Symposion in Nis zurückgekommen, das
der Vorbereitung auf das Jubiläumsjahr 2013 diente und sich mit
aktuellen Bezügen des Edikts von Mailand auseinandersetzte. Mit dem
auf Kaiser Konstantin zurückgehenden Edikt von Mailand wurde 313 die
Christenverfolgung im Römischen Reich endgültig beendet.

Er habe in zahlreichen Gesprächen mit Vertretern der SOK wie auch
der serbischen Politik die große Bereitschaft erkennen können, den
Papst nach Nis einzuladen. Derzeit wirke die Kirche aber "gelähmt",
so Marte. Der Grund dafür liege in einer vermeintlichen Gefahr der
Kirchenspaltung, bedingt durch die Gestalt des früheren Metropoliten
und Bischofs von Raska-Prizren im Kosovo, Artemije. Dieser ist zwar
inzwischen - u.a. wegen Veruntreuung von Kirchengeldern -
zwangsemeritiert und all seiner Funktionen erhoben worden, hat aber
immer noch eine Anhängerschar und ist strikt gegen einen Besuch des
Papstes.

Er hoffe aber trotzdem, so Marte im "Kathpress"-Gespräch, dass es
doch noch zu einer Einladung und Teilnahme Benedikts XVI. kommen
werde. Seine persönliche Hoffnung gehe sogar noch weiter: Nis könnte
auch zu einem Ort der Begegnung zwischen Benedikt XVI. und dem
Moskauer Patriarchen Kyrill werden.

Mehr auf www.kathpress.at (ende) gpu/hkl/

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