- 04.03.2011, 12:15:05
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100 Jahre Frauentag - SPÖ geht bei Einkommenstransparenz mit gutem Beispiel voran
Heinisch-Hosek, Rudas und Mautz kündigen Einkommensbericht der SPÖ-Bundesgeschäftsstelle an
Wien (OTS/SK) - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek,
SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas und
SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz kündigten am Freitag
an, einen Einkommensbericht in der SPÖ-Bundesgeschäftsstelle zu
erstellen. Das sagten Heinisch-Hosek, Rudas und Mautz am Rande einer
SPÖ-Aktion, bei der an der Bundesparteizentrale in der Löwelstraße
die Frauentagsfahne gehisst wurde. "Die Einkommenstransparenz ist ein
wichtiger und notwendiger Schritt in Richtung gleicher Lohn für
gleiche Arbeit", so Heinisch-Hosek. "Wir wollen mit guten Beispiel
vorangehen und sind gerade dabei, die notwendigen Vorarbeiten zu
leisten, um einen Einkommensbericht zu erstellen", erklärte Rudas
gegenüber Journalisten. ****
Obwohl die SPÖ mit deutlich weniger als 100 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern gesetzlich nicht dazu verpflichtet sei, einen
Einkommensbericht zu erstellen, wolle die SPÖ genau hinsehen und im
Falle von Ungerechtigkeiten an der Beseitigung dieser arbeiten, so
Rudas. Heinisch-Hosek: "Sollte es Lohnunterschiede geben, die nicht
erklärbar sind, müssen gemeinsam mit dem Betriebsrat und der
Geschäftsführung Richtlinien entwickelt werden, um diese zu beheben."
In Österreich würden Frauen um 25 Prozent weniger verdienen als
Männer, erklärte Heinisch-Hosek. 16 bis 18 Prozent Lohnunterschied
seien durch nichts anderes zu erklären als Diskriminierung. "Dieser
Lohnunterschied geht allein darauf zurück, dass Frauen weniger
verdienen, weil sie Frauen sind", sagte Heinisch-Hosek. Die
Einkommenstransparenz, die am 1. März in Kraft getreten ist, werde
aufzeigen, wo es diese Ungerechtigkeiten gibt.
Mautz verwies auf eine der Hauptforderungen der 20.000 Frauen, die
vor 100 Jahren über den Ring marschiert sind. "Die Forderung nach
gleichem Lohn für gleiche Arbeit ist auch heute noch nicht vollends
erfüllt. Es ist unerträglich, dass Frauen für die gleiche Arbeit
weniger bezahlt bekommen als Männer. Daher sind wir stolz darauf,
dass Unternehmen seit wenigen Tagen dazu verpflichtet sind,
Einkommensberichte vorzulegen und wir es Schwarz auf Weiß haben, wenn
hier Gleiches ungleich behandelt wird."
Rudas erinnerte bei der SPÖ-Aktion an die vielen frauenpolitischen
Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte: "Wir profitieren heute noch
von den Errungenschaften unserer Mütter und Großmütter". Aber es
gelte weiterzukämpfen. "Solange Frauen noch immer weniger verdienen
als Männer, solange Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert
sind, solange wir keine Geschlechtergerechtigkeit haben, werden wir
weiterkämpfen."
Im Anschluss an die Aktion vor der SPÖ-Bundesparteizentrale legten
Heinisch-Hosek, Rudas und Mautz am Zentralfriedhof Kränze an den
Gräbern dreier starker Frauen der Sozialdemokratie nieder: Rosa
Jochmann, Hertha Firnberg und Johanna Dohnal.
Fotos der Aktion vor der SPÖ-Zentrale sowie von den
Kranzniederlegungen sind in Kürze auf http://frauen.spoe.at
verfügbar. (Schluss) pl/ah/up
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
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