• 04.03.2011, 11:08:23
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atomstopp: Begeisterte Reaktionen von europäischen NGOs auf Kampagne "Österreich - RAUS aus EURATOM"

Wien (OTS) - "Antiatom-Organisationen reagieren mit Begeisterung
auf die Kampagne "Österreich - RAUS aus EURATOM" und verfolgen mit
Spannung, wie das EURATOM-Volksbegehren von den Österreicher_innen
angenommen wird!", freuen sich Roland Egger und Gabriele Schweiger,
Initiatoren des EURATOM-Volksbegehrens und Sprecher von
atomstopp_oberoesterreich.

Antonio Tricarico (Italien), federführend bei der Kampagne für
eine Reform der Weltbank meint: "By leaving Euratom Austria could
open up a unique opportunity to review this obsolete European
facility, which is a relict of past industrial policies, and rethink
how European intervention and limited public resources could make the
difference instead for the better. This would also be an example for
those governments, such as the Italian one, which are
anacronistically rethinking to get into the nuclear business again,
by further wasting billions of Euro of public money.
All eyes and solidarity are on you in Austria, who try to win this
battle and show us the way to the future. Achieving this result would
be the best and most honourable way to celebrate the sad 25 years
anniversary of the Chernobyl nuclear catastrophe on 26th April 2011."

Ulla Klötzer (Finnland), Frauen gegen Atomkraft, jahrezehntelang
im Widerstand gegen finnische und russische Atomkraftwerke: "Wenn
Österreich aus Euratom aussteigt können wir, die Atomkraftkritiker,
das überall in Europa gegen Atomkraft benutzen! Wenn das passiert
werde ich alle meine engsten Atomkraftgegner aus Europa zu einer
Champagner-Party einladen, besonders die Österreicher, die so
beispielhaft jahrelang den Kampf gegen Atomkraft führen obwohl das
Land selbst atomkraftsfrei ist. Die Mehrheit der Finnen wollen keine
neuen Atomkraftwerke haben. Diese Kampagne "Österreich raus aus
Euratom" gibt uns Hoffnung!"

Charlotte Mijeon, Sprecherin des französischen Netzwerks Reseau
Sortir du nucleaire (Frankreich):

"Das französische Anti-Atom-Netzwerk "Sortir du nucléaire"
[Atomausstieg] bringt seine Unterstützung zu der Kampagne "Raus aus
Euratom !". Atomkraft ist gefährlich und teuer, und seine
Finanzierung auf der europäischen Ebene darf nicht als
selbstverständlich gelten.

Wir freuen uns über eine solche Initiative, der wir viel Erfolg
wünschen, und hoffen, dass der österreichische Rücktritt aus Euratom
ein klares Zeichen setzen wird, um die Nützung der Kernenergie in
Europa ins Frage zu stellen. Wir hoffen, dass ein Dominoeffekt
dadurch entstehen wird, der auch Einfluss bei uns in Frankreich haben
könnte".

Markus Pflüger "Stop Bure Trier" und "Südwestdeutsche
Antiatom-Initiativen", seit Mitte der 80er in der Friedens- und
Antiatombewegung aktiv): "Der EURATOM-Vertrag gehört endlich beendet,
Österreich könnte den Anfang machen! Es muss endlich öffentlich
skandalisiert werden, dass durch EURATOM Milliarden Steuergelder
undemokratisch am Europaparlament vorbei und
gegen den erklärten Willen der Mehrheit der EuropäerInnen für die
Förderung der Atomtechnik ausgegeben werden. Alle Länder, die den
Atomausstieg wollen müssen endlich aus dem Vertrag aussteigen!
Stattdessen könnten Milliarden für den Klimaschutz,
Energiesparprogramme und erneuerbare Energien investiert werden! Also
EURENEW statt EURATOM!"

Monika Wittingerova, Mütter gegen Atomgefahr (Tschechien): "Der
Euratom-Vertrag führt zur ökonomischen Begünstigung der
Atomenergetik. Der gemeinsame europäische Strommarkt sollte sich
jedoch auf gleichen Bedingungen für die Energiehersteller stützen.
Österreich, das für die Stromherstellung keine Atomkraftwerke
verwendet, sollte auf jeden Fall aus Euratom aussteigen, wenn sich
das die Bürger wünschen werden. Die Idee eines Volksbegehrens ist
deswegen sehr gut.

Wenn Österreich aufgrund der Ergebnisse des Volksbegehrens aus
Euratom aussteigt, wird es auch für die tschechische
Antiatom-Bewegung eine gute Nachricht sein. Tschechische
Atombefürworter machen nämlich oft auf die Heuchelei Österreichs
aufmerksam, das sich als atomfreies Land präsentiert, obwohl es ein
Mitglied von Euratom ist und den Strom aus der Tschechischen Republik
importiert, der auch in den Atomkraftwerken erzeugt wurde."

Lidija Zivcic, Obfrau des Vereins Focus drustvo za sonaraven
razvoj/Focus Association for Sustainable Development (Slowenien):
"Focus Association for Sustainable Development from Slovenia strongly
supports the demand of Atomstopp for Austria to leave the Euratom
Treaty. It is highly surprising that this outdated, undemocratic and
dangerous treaty still represents one of the corner stones of the
European Union and abandoning it is a step that takes us closer to
reality and future than clinging onto this document. The Euratom
Treaty is utterly unsuitable to the reality of EU today and by
stepping out of it, Austria would be the first country to show that
it is aware the Europe's future cannot be based on obsolete
agreements. The experience with nuclear power shows that it is
extremely dangerous and expensive way of producing energy, which,
apart from that, creates more problems than solutions (such as
radioactive waste problem or the liability for safe closure of the
old nuclear power plants)."

"Wir fühlen uns jedenfalls bestärkt durch die Reaktionen von den
europäischen NGOs und werden auch heute wieder für das
EURATOM-Volksbegehren werben, und zwar bis 18 Uhr am Taubenmarkt in
Linz!", so Egger und Schweiger abschließend.

Rückfragehinweis:
Roland Egger, Tel.: + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger, Tel.: + 43 664 390 77 09

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