• 03.03.2011, 14:14:31
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Heinisch-Hosek: "Auch nach 100 Jahren sind die Forderungen der Frauen noch immer aktuell"

Frauenministerin bei Pressekonferenz zur Ausstellung "feste.kämpfe - 100 Jahre Frauentag"

Wien (OTS) - "Die Ausstellung zum 100. Frauentag macht die
Geschichte von Frauen sichtbar, zeigt ihre Rollenbilder im Wandel der
Zeit und die stete Forderung nach Gleichberechtigung. Leider stehen
wir in einigen Bereichen immer noch am Anfang", sagte
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute bei der
Pressekonferenz zur Eröffnung der Ausstellung "feste.kämpfe - 100
Jahre Frauentag" im Wiener Volkskundemuseum. Auslöser des ersten
Frauentages im Jahr 1911 sei die Forderung nach dem Wahlrecht für
Frauen gewesen, doch schon damals sei der Anspruch auf gleichen Lohn
für gleiche Arbeit an prominenter Stelle gestanden. Dieser Anspruch
sei heute noch genauso aktuell. "Daher rufe ich Sie auf, zu der
großen Demonstration für Frauenrechte am 19. März auf die Wiener
Ringstraße zu kommen."

Zur alten Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit gehört
heute auch der Ruf nach mehr Frauen in den Chefetagen und das
Bestreben, dass Familienarbeit nicht ausschließlich frauenbezogen
gesehen werde. "Frauenpolitik ist immer auch Männersache", sagte die
Ministerin. "Wir wollen Männer nicht nur zur Familienarbeit
motivieren, sondern sie ihnen auch möglich machen. Mit dem
einkommensabhängigen Karenzgeld sollte es leichter sein, den Anteil
der Väter, die bei ihren kleinen Kindern bleiben, zu erhöhen. Unser
nächstes Ziel ist es, den Papamonat auch in der Privatwirtschaft
anzudiskutieren."

Die Ministerin dankte den Wissenschafterinnen Maria Mesner und
Johanna Zechner vom Kreisky-Archiv, Heidi Niederkofler vom
Dohnal-Archiv sowie der Direktorin des Volkskundemuseums, Margot
Schindler, für die Realisierung der Ausstellung, die mit einem
umfangreichen künstlerischen Begleit- und Vermittlungsprogramm
verbunden ist. Zum 100-Jahr-Jubiläum des Frauentags ist auch das Buch
"Frauentag! - Erfindung und Karriere einer Tradition" erschienen, das
im Museumsshop erhältlich ist.

"feste.kämpfe - 100 Jahre Frauentag" wird heute, 3. März, um 18.00
Uhr im Volkskundemuseum, 1080 Wien, Laudongasse 15, offiziell
eröffnet. Dabei wird die Performance "Wir sind Bausteine von heute"
gezeigt, die die Künstlerin Magda Tóthová gemeinsam mit Schülerinnen
des BORG 3 zu den Rollenbildern der Geschlechter entwickelt hat.

Die Ausstellung ist bis 30. Juni zu sehen. Parallel zu dieser
Ausstellung wird auf der Wiener Ringstraße Liesl Pongers
"Demonstrationszug", eine mit Fotocollagen gestaltete
Straßenbahngarnitur der Linie 2, verkehren. Am 8. März wird die von
Stefanie Seibold entwickelte Gratiszeitung, die neue Schlaglichter
auf die Frauenbewegung wirft, großflächig verteilt.

Rückfragehinweis:
Dr. Julia Valsky
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: (01) 531 15 - 2149, 0664/610 62 76
mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NBU

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