• 03.03.2011, 12:50:59
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"Rubymania": Lugner nennt Kritiker Heuchler

Der Baumeister kommt wegen seines Opernball-Gastes immer schwerer unter Beschuss

Wien (OTS) - "Peinlichster Österreicher", "krankhafter Egomane",
"er missbraucht Ruby": Dass Richard Lugner das italienische
Escort-Girl Ruby Rubacuori heute auf den Opernball mitnimmt, bringt
seine Gegner auf die Palme. In der ATV Diskussionssendung "Am Punkt"
lieferten sie sich gestern mit dem Baulöwen einen schweren
Schlagabtausch. Besonders angriffslustig: Verleger Christian Mucha
("Extradienst"). Er forderte, Lugner solle am besten ausgewiesen
werden, denn er schade dem Ansehen Österreichs: "Er macht uns
lächerlich, er blamiert uns, er macht uns zum Lachsack der Welt." Der
"peinlichste Österreicher" sei "krankhaft egomanisch veranlagt" und
wolle sich dauernd in den Medien sehen.

Mucha sei bloß eifersüchtig auf seinen Erfolg - so der
Lugner-Konter. Ohne ihn und seine Gäste würde sich niemand für den
Opernball interessieren: "Ich habe jedes Jahr einen Gast gebracht,
den halt niemand anderer überboten hat, deswegen hat sich die Presse
nur für meine Gäste interessiert. Ich glaube, dass die Yellow Press
auch dem Opernball grundsätzlich gut tut, dann kommen Leute nach
Wien."

Seinen Kritikern warf Lugner Heuchelei vor und bemühte als
Kronzeugen niemand geringeren als Jesus Christus: "Er sagt: ihm sind
die Dirnen und Zöllner lieber als die, die von ihrer eigenen
Gerechtigkeit überzeugt sind. Denn die Dirnen und Zöllner sind dem
Himmel näher als die Scheinheiligen." Auch viele Blogger, und
Facebook-Nutzer, die sich während der ATV-Diskussionssendung zu Wort
meldeten, sahen das ähnlich. Es habe schon weitaus zwielichtigere
Gäste als Ruby auf dem Opernball gegeben - "KHG, Waffenhändler,
Diktatoren."

Um Gelassenheit war die langjährige Opernball-Chefin Lotte Tobisch
bemüht. Lugners Gästeauswahl findet sie zwar geschmacklos, aber von
einem künftigen Hausverbot für den Baumeister, wie ihn ihre
Nachfolgerin Desirée Treich-Stürgkh fordert, hält sie gar nichts,
Lugner habe ja schließlich nichts verbrochen. Bei "Am Punkt" sagte
sie: "Es ist doch wohl anzunehmen, dass nach dem Fräulein Ruby er
noch mehr Schwierigkeiten haben wird jemanden zu finden, der auf
seine Einladungen kommt. Und dass sich die Sache auf diese Art und
Weise sowieso erledigt.". Außerdem hätte heuer es noch schlimmer
kommen können - so Tobisch: "Es wäre doch viel peinlicher, wenn sie
zum Beispiel mit Berlusconi gekommen wäre."

Rückfragehinweis:
ATV Redaktion "Am Punkt": Tel.:01/213 64 115

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