• 03.03.2011, 12:06:08
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E-Day 2011: "Erneuern um zu wachsen - Web 2.0 und Social Media"

Keynote-Speaker Peter Glaser: "Technologien sollen Brücken bauen und nicht nur Technologieversierte ansprechen"

Wien (OTS/PWK140) - "Die Mediennutzung verändert sich durch das
Internet. Soziale Medien wie Facebook und Twitter sind ein riesiges
soziales Experiment, wie wir online miteinander umgehen", betonte der
Journalist und Schriftsteller Peter Glaser in seiner Keynote beim
E-Day der Wirtschaftskammer im Haus der Wirtschaft. "Weltweit
vernetzen sich User in virtuellen Bekanntenkreisen. Permanent
'geöffnete' Social Media-Plattformen sind die aktuelle
Erscheinungsform dieser offenen Form von Kommunikation. Soziale
Medien sind nicht nur Kommunikationskanäle. Im Netz sind Medien nicht
nur Dinge, die wir benutzen, sondern die User leben heute mit und in
den Medien", so Glaser. Vormals passive Medienkonsumenten hätten
durch soziale Medien die Möglichkeit bekommen, aktiv mitzugestalten.
"Die strikte Trennung zwischen den Produzenten und Konsumenten von
Information hat sich aufgelöst. Jeder kann sowohl empfangen, als auch
senden", meint Glaser. Durch diese neuen Kommunikationsformen werde
zwar viel Persönliches nach außen getragen, aber trotzdem müssten
sensible Daten geschützt bleiben. "Deshalb sei es zwar mühsam, mache
aber Sinn, wenn rechtliche Rahmenbedingungen der Technik Grenzen
setzen", so Glaser.

Technologische Veränderungen seien, so Glaser, unvorhersehbar und
fänden ungeplant statt. Niemand konnte beispielsweise den Erfolg von
Internet-Phänomenen wie Google, Twitter, YouTube oder die Beliebtheit
der SMS-Funktion beim Mobiltelefon vorhersehen. Daher sei es auch
schwer abzusehen, wie sich Social Media und die Kommunikation im Netz
an sich weiter entwickeln. Glaser äußerte den Wunsch: "Technologien
sollen Brücken bauen und nicht nur Technologieversierte ansprechen,
damit alle an der interessanten Reise in die Zukunft teilnehmen
können. Deshalb soll irgendwann die Hardware verschwinden und nur die
eigentlichen Funktionen - Kommunikation und Interaktion - sollen
übrig bleiben." Technische Lösungen, die vor kurzem noch wie Science
Fiction anmuteten, können durch die rasante Veränderung der Technik
bald Realität werden und es möglich machen, dass "der Mensch und
nicht die Maschine im Mittelpunkt steht". Daher müsse die Technik so
verändert werden, dass sie den Menschen entgegen kommt. (TB)

Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich
E-Center
Dr. Gerhard Laga
Tel.: +43 (0)5 90 900 4203
E-Mail: [email protected]

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