Stichworte: Familien, Frauen, Heinisch-Hosek, Karenz, Politik, Väter Channel: Politik
OTS0097   3. März 2011, 11:07

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek: "Väterkarenz ist machbar"

Präsentation des Projekts "Väterkarenz"


"Väterkarenz ist ein Profit für die Männer. Es
bedeutet, sich Zeit mit den Kindern zu gönnen und Bindungen
aufzubauen. Wir wissen, dass zwei Drittel der Männer bereit sind, in
Väterkarenz zu gehen. Viele tun es schon, aber andere zögern noch,
denn derzeit gehen erst fünf Prozent der Männer in Karenz. Das
einkommensabhängige Kindergeld ist dabei eine wichtige Grundlage für
mehr Väterbeteiligung: Über elf Prozent der BezieherInnen dieser
Variante sind Männer. Unser Ziel ist es, den Anteil der
Väterbeteiligung auf 20 Prozent zu steigern", sagte Frauenministerin
Gabriele Heinisch-Hosek gestern bei der Eröffnung des Diskurs-Cafés
"Papa ist der Beste, aber wie Papa-fit ist Ihr Unternehmen?" Die
Veranstaltung fand im Rahmen der Väterkarenz-Informationsoffensive
für die Wirtschaft in Wien statt.

Die relativ niedrige Väterbeteiligung wäre auf den Gegenwind aus dem
persönlichen und beruflichen Umfeld zurückzuführen. Darum würde das
"Projekt Väterkarenz" Unternehmen unterstützen, "ein gutes
Karenzmanagement zu betreiben und Wege zu finden, mit den
Anforderungen umgehen zu können", so Heinisch-Hosek. Es habe zudem
viele Vorteile, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für einige Zeit
den Arbeitsplatz verlassen und damit einen Perspektivenwechsel
vornehmen würden. "Diese kommen als zufriedene, ausgeglichene und
hoch motivierte Mitarbeiter zurück", so die Frauenministerin.

In Betrieben und Unternehmen müsse mehr Bewusstsein dafür geschaffen
werden, dass Väterkarenz immer mehr zur gesellschaftlichen Realität
werde. Es gehe darum, gemeinsam mit der Wirtschaft eine neue
Unternehmenskultur zu entwickeln, die Männer motiviert, eine
Väterkarenz in Anspruch zu nehmen. "Denn Väterkarenz ist eine
Win-win-Situation: Sie ist gut für die Väter, die ihre privaten
Interessen mit den betrieblichen Erfordernissen vereinbaren können.
Sie ist gut für die Mütter, die früher wieder in den Arbeitsmarkt
einsteigen können und sie ist gut für die Kinder, die zu beiden
Eltern eine stärkere Bindung aufbauen können. Väterkarenz ist aber
auch gut für die Unternehmen, deren Mitarbeiter motiviert und mit
einem neuen Blick auf die Welt zurückkommen. Wir werben mit dieser
Aktion dafür, dass Männer ihr eigenes Selbstbild positiv überdenken,
denn die Väterkarenz stellt einen Mehrwert dar", so die
Frauenministerin abschließend.

Im Auftrag der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst in
Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales und
Konsumentenschutz sowie in Kooperation mit dem ÖGB, der
Wirtschaftskammer, der Arbeiterkammer, der Landwirtschaftskammer und
der Industriellenvereinigung veranstaltet das abz*austria in den
kommenden Monaten in allen Bundesländern zahlreiche kostenlose
Workshops zu Väterkarenz und Elternteilzeit. Diese richten sich vor
allem an PersonalistInnen in Klein- und Mittelbetrieben. Darin werden
Informationen über die rechtlichen Rahmenbedingungen, ein aktives
Karenzmanagement und diverse Umsetzungsmöglichkeiten geboten. Ziel
ist es, den Unternehmen Instrumente in die Hand zu geben, wie sie am
besten mit den entstehenden betrieblichen Herausforderungen umgehen
können.

Bilder zu dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at,
kostenfrei abrufbar.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0097 2011-03-03 11:07 031107 Mär 11 NBU0001 0468



Bundespressedienst Zur Pressemappe

Rückfragehinweis: Dr. Julia Valsky
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: (01) 531 15 - 2149,
0664/610 62 76
julia.valsky@bka.gv.at

Aussendungen von Bundespressedienst abonnieren: als RSS-Feed per Mail

Geokoordinaten:


Errechnete Personen: