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OTS0023   3. März 2011, 09:03

LR Anschober: Gründe für GVO-Verbot im Sinne Oberösterreichs präzisiert

2011 wird Entscheidungsjahr für Selbstbestimmungsrecht - Zulassung muss parallel reformiert werden


Das Jahr 2011 gilt als Entscheidungsjahr im Kampf
gegen die Gentechnik. Denn über den Vorschlag der Europäischen
Kommission für ein nationales Selbstbestimmungsrecht wird heuer
endgültig entschieden - ob eine Mehrheit der Mitgliedstaaten dafür
stimmt, ist noch nicht gesichert. Auch das Europäische Parlament hat
eine entscheidende Rolle, der zuständige Ausschuss hat seine
Beratungen dazu Ende Februar begonnen, im Juni soll im Plenum darüber
abgestimmt werden.

Nun hat die Kommission eine Liste vorgelegt, in der die Gründe für
ein mögliches nationales Verbot präzisiert werden, z.B. wenn der
Anbau die öffentliche Ordnung gefährden würde. Aber auch religiöse
Bedenken werden angeführt, ebenso wenn ein Mitgliedstaat Produkte
frei von Gentechnik halten oder bestimmte Ökosysteme schützen will.

LR Anschober: "Grundsätzlich begrüße ich die Vorschläge der
Kommission für eine Selbstbestimmung der Länder beim Anbau von GVO
natürlich. Wichtig ist aber gleichzeitig, das System der Zulassungen
von GVO in der EU deutlich zu verbessern. Denn wir wollen am Ende des
Tages keinen Phyrrussieg erringen, indem die Länder zwar ein
Selbstbestimmungsrecht erhalten, gleichzeitig aber GVO in der EU viel
schneller zugelassen werden. Die Europäische Kommission agiert ja
nach wie vor sehr GVO-freundlich."

LR Anschober weiter: "Daher ist auch in Zukunft das starke Netzwerk
der bereits 54 GVO-freien Regionen gefragt. Die BürgerInnen wollen
keine Gentechnik im Lebensmittelbereich, wir werden daher unseren
GVO-freien Weg konsequent fortsetzen und den Druck für eine
Verbesserung des gesamten GVO-Regelwerkes weiter verstärken", so der
für die Anti-Gentechniklinie zuständige Umweltlandesrat Rudi
Anschober.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0023 2011-03-03 09:03 030903 Mär 11 GRO0001 0277



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Rückfragehinweis: Büro Landesrat Rudi Anschober,
Mag. Rudi LEO,
Pressesprecher,
Tel: +436648299969,
rudi.leo@ooe.gv.at,
Promenade 37,
4020 Linz,
www.anschober.at

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