• 02.03.2011, 13:33:34
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Dorner zu Spitalsreform: Zuerst Inhalte, dann das Geld

Ärztepräsident warnt vor einseitiger Finanzorientierung - LKF hinterfragen

Wien (OTS) - In der aktuellen Diskussion über die Spitalsreform
hat der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Walter
Dorner, Mittwoch dazu aufgerufen, Fragen der Qualität und der Inhalte
der Patientenversorgung vor der Finanzierung abzuklären. Man könne
die Probleme nicht primär über den Geldansatz lösen, so der Ärztechef
in einer Aussendung.

Noch immer seien die gesundheitspolitischen Hausaufgaben zu einer
Neuorientierung innerhalb der österreichischen Spitalslandschaft
nicht geklärt. Dies betreffe zum Beispiel die Definition des
Grundversorgungsauftrages von kleineren Krankenhäusern an der
Peripherie. Dorner: "Bevor man sich der Finanzierung zuwendet, muss
man doch überlegen, was die Patienten brauchen, was ihnen nützt. Wie
kommen wir zum Ziel einer optimalen medizinischen Betreuung?" Danach
ergäben sich Umstrukturierungen im Leistungsangebot durch die
Spitäler auf der einen Seite und den niedergelassenen Bereich auf der
anderen Seite von selbst.

Der richtige Ansatz finde sich nach Meinung Dorners daher in der
vorrangigen Auseinandersetzung mit den medizinischen Bedürfnissen und
dem Versorgungsbedarf. Ein weiterer Punkt sei die Analyse der
steigenden Lebenserwartung und deren Folgen in Hinblick auf Medizin
und Pflege. Der Ärztepräsident regte auch eine "sehr kritische
Beleuchtung der leistungsorientierten Krankenanstalten-Finanzierung
(LKF)" an, in der er einen wesentlichen Motor des jetzigen
Finanzierungsdilemmas sieht. "Wir brauchen ein ehrliches,
patientenorientiertes System und weniger eines, das ausschließlich
finanziellen Vorgaben gehorcht", sagte Dorner abschließend. (ms)

Rückfragehinweis:
Pressestelle der Österreichischen Ärztekammer
Mag. Martin Stickler
Tel.: (++43-1) 513 18 33-14
Mail: [email protected]

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