- 02.03.2011, 11:55:57
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Wlodkowski: Importierte Energie wird immer teurer - Ausweg möglich
Landwirtschaftskammer: Energiestrategie nun endlich vollständig umsetzen
Wien (OTS) - "Die anhaltende Krise in den Ölgebieten des Nahen
Ostens ist bereits unmittelbar im Geldbörsel zu spüren: Die Preise
für Heizöl stiegen um 21%, jene für Treibstoffe um 18%. Die
importierte Energie wird immer teurer und ein Ende der Preisspirale
nach oben ist nicht in Sicht. Einen Ausweg aus dieser Misere bietet
der rasche Umstieg auf erneuerbare Energie. Die dafür notwendigen
Schritte hat die Bundesregierung im Vorjahr mit der Energiestrategie
bereits beschlossen. Nun ist es allerhöchste Zeit, mit der Umsetzung
zu beginnen. Denn derzeit müssen mehr als 70% des österreichischen
Energiebedarfes importiert werden. Diese dramatische Abhängigkeit
Österreichs von den Krisenregionen dieser Erde kostet jährlich mehr
als EUR 10 Mrd. Kaufkraft für Öl- und Gasimporte, die weit besser für
tausende 'green jobs', für weiteren technologischen Fortschritt und
für Projekte im ländlichen Raum sorgen könnten." Dies erklärte heute
Gerhard Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich.
Sündenbock Lebensmittel?
"Wir wehren uns jedoch vehement dagegen, wenn nun im Zuge der
Energieverteuerung von bestimmter Seite die Lebensmittel wiederum als
Sündenbock für die Teuerung herhalten müssen. Auslöser und Ursache
der jetzigen Teuerung ist unbestritten das Erdöl, das aber andere
Energieformen, wie Strom und Erdgas, oder auch agrarische Rohstoffe
verteuert", sprach sich Wlodkowski deutlich gegen falsche
Schuldzuweisungen aus. "Alle einschlägigen Statistiken zeigen, dass
die realen Preise für Agrarrohstoffe und für Lebensmittel langfristig
gefallen sind. In den letzten 30 Jahren wurden die Nahrungsmittel nur
um 48,5% teurer, die Löhne hingegen wuchsen mit 109,3% mehr als
doppelt so stark", verwies der Präsident auf die Fakten.
Höhere Agrarpreise gut für Dritte Welt
"Darüber hinaus profitiert von einer vernünftigen Entwicklung der
Preise bei agrarischen Rohstoffen letztlich auch die Landwirtschaft
in den Entwicklungsländern. Denn durch bessere Erlöse werden der
Ankauf von Maschinen und Betriebsmitteln ermöglicht, die Landflucht
gestoppt und der Aufbau beziehungsweise die Sicherung einer eigenen
Agrarproduktion attraktiv gemacht. Dies ist die Grundvoraussetzung
dafür, das Hungerproblem nachhaltig lösen zu können", ergänzte
Wlodkowski.
Biomasse schafft "green jobs"
"Schließlich kann einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende die
Energie aus Biomasse beisteuern, schon heute liefert sie die Basis
für rund die Hälfte der inländischen Energieerzeugung. Außerdem
zeigen Untersuchungen, dass die Bioenergie langfristige
Beschäftigungseffekte auslöst. Gerade in wirtschaftlich schwierigen
Zeiten ist eine anhaltende positive Wirkung auf den Arbeitsmarkt
außerordentlich wichtig. Denn Biomasse schafft nicht nur in der
Investitionsphase wertvolle Arbeitsplätze, sondern über die gesamte
Betriebsdauer der Anlagen. Jetzt geht es darum, gemeinsam mit allen
Kräften die richtigen Weichen für die Abkehr von der fossilen Energie
zu stellen. Die Realisierung der bereits beschlossenen
Energiestrategie der Bundesregierung ist daher ein Gebot der Stunde",
hielt Wlodkowski fest.
(Schluss)
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LK-Pressestelle: Dr. Josef Siffert,
Tel 01/53441-8521,
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