OTS0016   2. März 2011, 08:26

Frauenministerin Heinisch-Hosek: "Gleichberechtigung bringt allen etwas"

Festveranstaltung der Frauenministerin anlässlich "100 Jahre Frauentag"


"100 Jahre Frauentag ist eine Gelegenheit um Danke zu
sagen. Mutige und engagierte Frauen haben die größten Brocken auf dem
Weg zur Gleichberechtigung beiseite geräumt. Aber unser Weg zur
Gleichstellung ist noch lange nicht zu Ende", sagte Frauenministerin
Gabriele Heinisch-Hosek auf der Festveranstaltung "100 Jahre
Frauentag in Österreich". Die Feierlichkeit gestern Abend im EMS
Depot in Wien Landstraße stand unter dem Motto "Wir kommen soweit wir
gehen" und ist eine von zahlreichen Veranstaltungen rund um das
Jubiläum des Internationalen Frauentages am 8. März.

"Es braucht die Mitwirkung aller, um den Weg zur tatsächlichen
Gleichberechtigung von Frauen und Männern frei zu machen und
weiterzugehen", so Heinisch-Hosek in ihrer Festrede. In vielen Teilen
der Welt könnten Frauen noch immer kein selbstbestimmtes, freies
Leben führen. "Denken wir an jene, die gerade in Ländern wie Ägypten,
Tunesien oder Libyen ihr Leben im Kampf um Freiheit und Demokratie
aufs Spiel setzten. Oder denken wir an Frauen, die gesteinigt werden,
wenn sie ihr Gesicht zeigen".

Aber auch in Österreich würden immer noch Frauen in verschiedensten
Lebenssituationen an Grenzen stoßen. Alleinerzieherinnen,
Migrantinnen, Pendlerinnen oder Schichtarbeiterinnen mit Kindern
hätten beispielsweise viele Hindernisse zu überwinden. Auch
hochqualifizierte Managerinnen würden in ihrem Karriereverlauf immer
noch auf geschlechtsspezifische Hürden stoßen. "Trotz dieser Grenzen
stehen wir an einem frauenpolitischen Wendepunkt. Seit 30 Jahren ist
die Gleichstellung von Frauen und Männern gesetzlich festgeschrieben
und sie ist auch langsam in den Köpfen der Menschen angekommen",
sagte die Ministerin.

"So ist es uns etwa gelungen, in vielen Bereichen 1.300 Euro
Mindestlohn durchzusetzen. Keine Frau in Österreich sollte für
weniger als 1.300 Euro brutto Vollzeit arbeiten müssen", sagte die
Frauenministerin. Erfreulich sei auch, dass immer mehr Väter in
Karenz gehen. Hier gelte es, das Selbstverständnis in den Unternehmen
noch weiter zu stärken. "Stolz bin ich auch, dass ab dem heutigen Tag
Unternehmen dazu verpflichtet sind, Einkommensberichte vorzulegen.
Das ist ein wichtiger Schritt, um die Einkommensunterschiede zwischen
Männern und Frauen transparent zu machen und abzubauen", so
Heinisch-Hosek.

Handlungsbedarf gebe es auch beim niedrigen Frauenanteil in
österreichischen Aufsichtsräten, angesichts einer Männerquote von
über 90 Prozent. "Ich freue mich, dass die Gespräche zur Einführung
einer Frauenquote hier gut verlaufen", so die Ministerin. Sie sei
überzeugt, dass schon demnächst eine Lösung für Österreich gefunden
werden könne. Gemischte Führungsteams seien auch für die Wirtschaft
von Vorteil. "Eine Gesellschaft mit gleichen Chancen für Männer und
Frauen bringt allen Seiten etwas. Gehen wir den Weg dorthin
gemeinsam", so Bundesministerin Heinisch-Hosek abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0016 2011-03-02 08:26 020826 Mär 11 NBU0001 0435



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Rückfragehinweis: Dr. Julia Valsky
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: (01) 531 15 - 2149,
0664/610 62 76
julia.valsky@bka.gv.at

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