- 01.03.2011, 13:58:26
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FSG-Peschek: Lehrstellenentwicklung ist Tropfen auf heißen Stein!
Mehr Qualität und Ausbildungsverantwortung der Betriebe notwendig.
Wien (OTS) - (FSG-Wien) "Die aktuellen Arbeitsmarktdaten sind zwar
nett, aber leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Zu den
aktuell 4.776 Jugendlichen ohne Lehrstellenplatz im Februar werden
demnächst noch zusätzliche PflichtschulabsolventInnen sowie
SchulabrecherInnen kommen. Gleichzeitig sind etwa 10.000 Jugendliche
im Rahmen der Ausbildungsgarantie in "Überbetrieblichen
Ausbildungseinrichtungen" bei AMS Trägerorganisationen. Es braucht
dringend grundlegende Reformen wie einen Berufsausbildungsfonds sowie
mehr Qualität in der Lehrausbildung und mehr Ausbildungsbereitschaft
der Betriebe, denn ausbildungsfaule Betriebe betreiben einen Raub an
der Zukunft der Jugend!", so Christoph Peschek, Jugendvorsitzender
der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen-Wien (FSG), zu
der heutigen Pressekonferenz von Wirtschaftsminister
Mitterlehner.++++
"Der Ruf nach Fachkräften durch die Unternehmer wird zwar immer
lauter, leider macht sich dies aber nicht in der Lehrausbildung
bemerkbar. Im internationalen Vergleich sind die heimischen
Unternehmen leider Ausbildungsfaul. So stehen beispielsweise die
Wiener Betriebe im internationalen Vergleich am letzen Platz, denn
nur 11% bilden aus, während es in Bern 20% und Berlin 25% sind. Statt
ständig nach mehr öffentlichen Fördergelder zu rufen, sollten die
Betrieb sich an der Nase nehmen und endlich spürbar mehr Lehrlinge
ausbilden. Bekanntlich fallen Fachkräfte nicht vom Himmel!", so der
Junggewerkschafter.
"Als konkrete Maßnahme fordere ich einen Berufsausbildungsfonds, in
welchen verantwortungslose Betriebe einen spürbaren Beitrag zahlen.
Damit können wir qualitative Ausbildungsmaßnahmen unterstützen und
hätten mehr Geld für Bildungs- sowie Arbeitspolitik. Gleichzeitig
braucht es regelmäßige Qualitätskontrollen durch eine unabhängige
Stelle sowie verpflichtende Ausbildungspläne unter Einbeziehung von
BetriebsrätInnen und JugendvertrauensrätInnen. Durch mehr Quantität
und Qualität erreichen wir wieder das Ziel "Karriere mit Lehre"!", so
Peschek abschließend.
Rückfragehinweis:
FSG-Wien-Presse
Franz Fischill
Tel.: 0664/814 63 11
E-mail: [email protected]
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