• 01.03.2011, 13:08:34
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Frauenberger zu Migrant_innenstreik: "Vielfalt braucht Chancengleichheit"

Wien (OTS) - Heute Dienstag findet in Österreich erstmalig mit
einer Kundgebung am Viktor Adler Markt der "Transnationale
Migrant_innenstreik "statt. Die Wiener Integrationsstadträtin Sandra
Frauenberger erklärte sich solidarisch mit den InitiatorInnen und
TeilnehmerInnen dieser Aktion. "Integration verlangt gleiche Chancen
für alle! Eine offensive Integrationspolitik muss daher den sozialen
Aufstieg für alle im Focus haben.," unterstrich Frauenberger. Wien
setze daher, so die Wiener Stadträtin weiter, mit seinem
Integrationskonzept genau hier den Hebel an. Frauenberger kritisierte
einmal mehr die Verschärfungen im neue Fremdenrechtspaket, die auch
Angelpunkt der heutigen Kundgebung sind. ***

Kritik an Fremdenrechtspaket
Frauenberger: "Es muss endlich Schluss sein mit dem Fekter
Flickwerk, das nur neue Hürden bringt. Es muss Schluss sein mit der
permanenten Vermengung von Zuwanderung, Asyl und Kriminalität.
Darüber täuscht bedauerlicher Weise auch die an sich positive Rot
Weiß Rot Karte nicht hinweg. Was wir im Gegensatz dazu brauchen ist
ein vernünftiges Gesamtkonzept, dass Integration fördert und nicht
behindert, und leistbare Sprachkurse für alle statt "Deutsch vor
Zuzug". Was wir brauchen ist ein Staatsekretariat für Integration und
Zuwanderung und damit eine Entkoppelung von Sicherheit und
Integration." Als blanken Zynismus bezeichnete Frauenberger die
Aussage der Innenministerin, das neue Fremdenrechtspaket und
insbesondere die "Deutsch vor Zuzug" Bestimmung sei ein
emanzipatorischer Ansatz. Gerade MigrantInnen, die ohnehin schon
doppelt diskriminiert seien, werde durch die neuen Regelungen die
Integration erschwert, betonte die Stadträtin.

Frauenberger abschließend: "Wien verfolgt in der
Integrationspolitik einen völlig anderen Ansatz. Wir sehen die
Vielfalt der Menschen in unserer Stadt als Potenzial und als Garant
für den Wohlstand unserer Stadt, an dem alle gleichberechtigt
teilhaben. Mein integrationspolitisches Ziel ist es daher, dass alle
Menschen in unserem Wien in Vielfalt respektvoll zusammenleben und
eine gemeinsame Sprache sprechen, getragen von einer klaren Haltung
gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Die heutige Kundgebung "Ein
Tag ohne uns" sehe ich als starkes Zeichen für ein Wien, dass nur
durch Vielfalt gewinnt!" (schluss)gph

Rückfragehinweis:
Büro Stadträtin Sandra Frauenberger
Mediensprecherin Gabriele Philipp
Tel.: +43 1 4000 81295
mailto:[email protected]

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