• 01.03.2011, 11:11:00
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FSG-Vondrasek: "Echte Chancen statt Ausreden"

Verbindliche Frauenquote für Gleichstellung von Frauen und Männern unerlässlich

Wien (OTS/FSG) - "Die Entwicklungen zeigen uns, dass wir mehr
gesetzliche Rahmenbedingungen zur Gleichstellung von Frauen und
Männern brauchen", sagt FSG-Frauenvorsitzende Elisabeth Vondrasek
anlässlich des heute in Kraft getretenen Gleichbehandlungsgesetzes
und im Vorfeld des Internationalen Frauentages am 8. März und fordert
zudem eine verpflichtende Frauenquote ein: "Wenn der Frauenanteil in
Österreich über 50 Prozent beträgt, dann muss sich das auch in den
oberen Unternehmensetagen widerspiegeln." Mit einem Frauenanteil von
nur zehn Prozent in Aufsichtsräten sei Österreich alles andere als
ein Musterland in Sachen Gleichstellung.++++

"Wenn Frauen in der Chefetage die Arbeitsbedingungen ihrer
MitarbeiterInnen mitgestalten, dann erwarte ich mir davon, dass sie
die Bedürfnisse der Frauen besser verstehen und berücksichtigen."
Vondrasek geht es zum Beispiel darum, dass Mütter nach ihrer
Karenzzeit keine (finanziellen) Nachteile beim Wiedereinstieg in den
Job haben, oder auch darum, dass es spezielle Bildungsangebote für
sie gibt.

Mehr Frauen an der Unternehmensspitze sollten gleichzeitig dafür
sorgen, dass es mehr Transparenz und Gleichstellung in den Betrieben
gibt. "Frauen brauchen echte Chancen anstatt Ausreden. Die ständigen
Argumente, dass Frauen in schlecht bezahlten Berufen und Branchen
(Teilzeit) arbeiten oder aufgrund von Kinderbetreuungszeiten den
Aufstieg verpassen, sollten eigentlich längst zu einem Umdenken und
einer Anpassung der Arbeitsbedingungen für Frauen geführt haben. Da
das nicht der Fall ist, brauchen wir jetzt anstatt freiwilliger
Selbstverpflichtung verbindliche Regelungen und Frauenquoten",
fordert Vondrasek.

"Frauen sind heute bestens ausgebildet und wollen auch im Beruf
Verantwortung übernehmen", sagt Vondrasek. In den vergangenen 40
Jahren kletterte zum Beispiel der Frauenanteil mit Universitäts- bzw.
Hochschulabschluss von knapp 25 Prozent (1971) auf über 45 Prozent
(2008) der 25- bis 64-Jährigen. "Wären die Entwicklungen bei der
Zusammensetzung von Aufsichtsräten oder der Entlohnung ähnlich
verlaufen, dann wäre heute fast jeder zweite Aufsichtsrat weiblich
und etliche Frauen würden um bis zu 40 Prozent mehr verdienen",
erklärt Vondrasek.

"100 Jahre nach dem ersten Internationalen Frauentag ist es höchste
Zeit, diese Entwicklung endlich zu beschleunigen", appelliert
Vondrasek an die Bundesregierung und ruft zur regen Teilnahme an der
Demonstration für mehr Frauenrechte am 19. März 2011 am Wiener Ring
auf.

Rückfragehinweis:
FSG Presse
Martin Panholzer
Tel.: 05 0301-21511
Mobil: 05 0301-61511
www.fsg.or.at

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