• 25.02.2011, 13:10:36
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Hundstorfer zu Arbeitsmarktöffnung: Mobile Arbeitnehmer sind Chance für österreichischen Arbeitsmarkt

Kein "Ansturm" ausländischer Arbeitnehmer ab 1. Mai zu erwarten

Wien (OTS/SK) - Ab 1. Mai wird der österreichische Arbeitsmarkt
für Arbeitnehmer aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, der Slowakei,
Tschechien und Ungarn geöffnet. In der dann geltenden
Arbeitnehmerfreizügigkeit für die EU-Bürger dieser Länder sieht
Sozialminister Rudolf Hundstorfer eine große Chance für den
österreichischen Arbeitsmarkt. "Mobile Arbeitnehmer sind ein
dynamischer Wirtschaftsfaktor", betonte Hundstorfer heute, Freitag,
im Rahmen einer Konferenz zur Arbeitsmarktöffnung, organisiert von
der ungarischen Botschaft und der Vertretung der Europäischen
Kommission in Wien. Wichtig sei jedoch auch, "dass rechtzeitig die
richtigen Rahmenbedingen geschaffen werden", so der Sozialminister.
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Dass die Öffnung des österreichischen Arbeitsmarktes seit der
EU-Erweiterung 2004 stufenweise erfolgte, sei für Österreich wichtig
gewesen, unterstrich Hundstorfer, denn "die vollständige Öffnung
hätte womöglich ein Ungleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt ausgelöst."
Die stufenweise Öffnung der letzten Jahre habe gleichsam als
"Sicherheitsmechanismus" fungiert, um den Arbeitsmarkt nicht zu
überlasten. "Die Rechnung ist aufgegangen", so Hundstorfer. Eine
Vielzahl gut qualifizierter Arbeitnehmer habe sich in den letzten
Jahren in Österreich angesiedelt, die nun "Teil unserer Gesellschaft"
sind. Mit einem "Ansturm" ausländischer Arbeitskräfte ab dem 1. Mai
auf den österreichischen Arbeitsmarkt sei daher nicht zu rechnen.
"Wer auswandern wollte, ist schon da", sagte Hundstorfer.

Die EU-Erweiterung von 2004 habe sich für Österreich als
Erfolgsgeschichte erwiesen, erinnerte der Sozialminister. Neue Märkte
wurden erschlossen, die Expansion nahm zu, die Wirtschaft ist
insgesamt gewachsen. "Die gute wirtschaftliche Entwicklung
Österreichs verdankt sich zum großen Teil dieser Erweiterung",
betonte Hundstorfer. Die jüngste Vergangenheit habe gezeigt, dass es
durch die Zuwanderung aus den neuen EU-Ländern zu keinerlei
"Verdrängungseffekten" am Arbeitsmarkt gekommen sei. Mit dem neuen
Gesetz gegen Lohn- und Sozialdumping und weiteren Maßnahmen wird das
auch nach Ende der Übergangsfrist gewährleistet sein, sagte
Hundstorfer.
"Die Mobilität der Arbeitnehmer wird dann eine Erfolgsgeschichte
bleiben, wenn wir rechtzeitig die richtigen Rahmenbedingungen
schaffen und die Interessen der Arbeitnehmer nicht den Interessen des
Marktes geopfert werden."

Dass nicht mit einem "Ansturm" ungarischer Arbeitskräfte auf den
österreichischen Arbeitsmarkt gerechnet werden muss, bestätigten auch
der ungarische Botschafter Vince Szalay-Bobrovniczky und der
ungarische Staatssekretär für Beschäftigung Sándor Czomba. Das
EU-weite Recht auf Arbeitnehmerfreizügigkeit sei "wirtschaftlich und
gesellschaftlich eine große Chance" betonte der Botschafter.
Staatssekretär Czomba sieht in der endgültigen Öffnung des
österreichischen Arbeitsmarktes vor allem ein "Symbol".

Hundstorfer dankte der Ungarischen Botschaft und der EU-Kommission
für den "wichtigen Gedankenaustausch". Der Sozialminister
bekräftigte: "Ich werde weiterhin denen entschieden entgegentreten,
die mit dem Thema Zuwanderung Ängste schüren wollen. Wir werden die
Zeit bis zum 1. Mai nutzen, um die Bevölkerung umfassend zu
informieren. Ich werde alles für ein aufgeklärtes, tolerantes Umfeld
tun." (Schluss) sc

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

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