- 25.02.2011, 12:50:10
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Haftungspflicht bei Pränataldiagnostik - Wer denkt an die Frauen?
pro:woman Ambulatorium: Die Forderung nach einer Gesetzesänderung untergräbt die Rechte der Frauen. Es ist dies wieder einmal ein Versuch, die Fristenlösung zu untergraben!
Wien (OTS) - Elke Graf, Leiterin des pro:woman Ambulatoriums sieht
im aktuellen Gesetzesentwurf für die Haftungspflicht von ÄrztInnen
eine massive Beeinträchtigung der Rechte von Frauen.
"Es sind wieder einmal die Frauen, auf deren Rücken hier
diskutiert wird", so Graf. Eine schwangere Frau hat von einer
Ärztin/einem Arzt die besten, modernsten, sichersten und genauesten
Diagnosen zu erhalten, darauf vertraut sie. Die Ärztehaftung sorgt
dabei für entsprechende Sicherheit.
In jedem anderen Berufsstand ist für ausreichende Haftung bei
Fehlern gesorgt; es gibt keinen Grund, diese für ÄrztInnen
abzuschaffen."
"Aus unserer täglichen Praxis wissen wir um die Ängste der Frauen.
Auf wen oder was sonst sollen Frauen zählen dürfen, wenn es um die
Entscheidung geht, ein gesundes oder behindertes Kind auf die Welt zu
bringen, eine freie Entscheidung über den Fortbestand ihrer
Schwangerschaft zu treffen? Auf Diagnosen muss Verlass sein, die
Haftung des Diagnosearztes sorgt für deren Qualität.", so Graf
weiter.
Ganz besonders bei drohender Behinderung eines Kindes muss es
Mittel geben, die behandelnden Ärztinnen/Ärzte in Ihrer vollen
Verantwortung und als Vertrauensperson wahrzunehmen. Gerade Eltern
mit behinderten Kindern stehen sonst völlig im Regen.
"Die vorliegende Gesetzesnovelle ist wieder nur ein Versuch mehr, die
Fristenlösung zu untergraben. Den Frauen soll wieder einmal das Recht
auf freie Entscheidung genommen werden - dies gilt es zu verhindern."
Rückfragehinweis:
pro:woman Ambulatorium Sexualmedizin und Schwangerenhilfe Zentrum für Vasektomie Ansprechperson: Elke Graf Tel.: 01-5129631, 0664 233 1159 mailto: [email protected] http://www.proU.at; www.prowoman.at; www.provasektomie.at
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