OTS0127   25. Feb. 2011, 11:41

Karas: "Öffentliche Hand entscheidet über Wertschätzung der Pflege"

Hilfswerk-Präsident fordert rasche Lösungen für Pflegekräfte in den Bereichen Finanzierung und Ausbildung


"Die Pflege ist harte Arbeit. Aber sie ist Arbeit von
Menschen für Menschen. Als solche verdient sie besondere
Wertschätzung." Mit diesen Worten reagiert Hilfswerk
Österreich-Präsident Othmar Karas auf die aktuelle Diskussion um die
Entlohnung von Pflegekräften. Die Kontroverse hatte sich entzündet,
nachdem ein Wiener Unternehmen Beschäftigte beim AMS-Frühwarnsystem
zur Kündigung angemeldet hatte. Mittlerweile ist man zurück am
Verhandlungstisch, aber die zugrundeliegenden Probleme bleiben:
wachsender Bedarf an Pflegekräften bei sinkendem
Arbeitskräftepotential.

"Die Öffentliche Hand ist der Hauptfinanzier der Pflege. Sie
entscheidet daher nicht nur, wie die Pflege bewerkstelligt werden
muss, sondern über die Leistungsverträgen mit den privaten Trägern
auch, wie viel die Beschäftigten verdienen können!", so Karas.

Aber nicht nur bei der Finanzierung, sondern auch bei der
Ausbildung gibt es dringenden Handlungsbedarf. "Es ist überfällig,
dass die Ausbildung der Pflegekräfte in das Regelbildungswesen
integriert wird", erklärt Karas. "Die Politik ist hier gefordert. Die
Verantwortlichen müssen einen Anschluss an andere Ausbildungen ebenso
schaffen wie modulartige Umstiegsmöglichkeiten. Um den Anreiz für die
Jungen zu verstärken, einen Pflegeberuf zu ergreifen, muss man ein
Modell schaffen, das einen nahtlosen Übergang von der Pflichtschule
und einen Abschluss im Sinne einer Matura gewährleistet", so Karas
weiter.

"Am wichtigsten ist aber, dass bei allen Modellen und Rechnungen
der Mensch als Mittelpunkt der Leistung Pflege nicht unter die Räder
kommt", so Karas abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0127 2011-02-25 11:41 251141 Feb 11 HLW0001 0259



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