- 25.02.2011, 09:00:12
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Bildungscampus Hauptbahnhof: Siegerprojekt von PPAG Popelka Poduschka
Vassilakou: Bildungscampus Hauptbahnhof wird neue Standards setzen Oxonitsch: Erstmals Campus für 0- bis 14-Jährige
Wien (OTS) - Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und
Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch stellten Donnerstag Abend im
Rahmen einer Ausstellung das Siegerprojekt zum Bildungscampus
Hauptbahnhof vor. Das Projekt von PPAG Popelka Poduschka ging aus
über 100 eingereichten Projekten hervor. "Wir wollen am
Bildungscampus Hauptbahnhof neue Standards im Schulbau setzen -
Freiräume, Begegnung und damit eine Umgebung, in der Lernen Spaß
macht. Darüber hinaus ist der Bildungscampus ein weiterer Teil zur
Erschließung des Areals Hauptbahnhof, das ja nicht nur aus dem
Bahnhof selbst, sondern aus Wohn-, Bildungs- und
Freizeiteinrichtungen bestehen wird", sagte Vizebürgermeisterin Maria
Vassilakou.
"Die Stadt hat mit dem Campusmodell neue Standards im Bildungsbereich
gesetzt: Lernen und Freizeit werden in idealer Weise miteinander
kombiniert, Infrastruktur- und Freizeitangebote können von den
Kindergarten- und Schulkindern gemeinsam genutzt werden", betonte
Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch. "Das birgt auch für die
Architektur spannende Herausforderungen: Dem Architektenteam des
Siegerprojekts ist es gut gelungen, das pädagogische Konzept des
"Campus" in eine prägnante bauliche Form zu bringen!"
Mit dem Leitprojekt des Bildungscampus Hauptbahnhof wird erstmals ein
Campus für 0-14-Jährige umgesetzt. Er umfasst auf einer Fläche von
ca. 20.000 m2 einen 11-gruppigen Kindergarten, eine 17-klassige
Ganztagsvolksschule sowie eine 16-klassige Ganztagshauptschule und
soll mit Beginn des Schuljahres 2014/2015 in Betrieb gehen. Rund
1.100 Kinder werden diesen Campus mit Leben erfüllen. Vorgesehen sind
Investitionen in Höhe von 65 Mio Euro.
Campusstandorte in Wien
Beim Wiener Campus werden Kindergarten-, Schul- und Freizeitpädagogik
an einem Standort zusammen gefasst. Die Kooperation zielt auf die
optimale Nutzung aller Ressourcen ab: In der Bildungsarbeit stehen
Räume des Gebäudes allen zur Verfügung, gemeinsame Projekte
ermöglichen es, miteinander und voneinander zu lernen. Die Vorteile
liegen in den erleichterten Übergängen zwischen den einzelnen
Altersstufen und der Kombination von Lernen und Freizeit. Der Wiener
Campus ist ein ganztägiges Bildungsmodell mit verschränkten
Unterrichts- und Freizeiteinheiten im Schulbereich in der Zeit von
8.00 bis 15.30 Uhr. Darüber hinaus gibt es bei Bedarf
Betreuungsangebote ab 6.30 und bis 17.30 Uhr. Die Betreuung der
Kinder ist auch in den Ferien gegeben.
Wien hat bereits zwei Campus-Standorte - in Favoriten den "Campus
Monte Laa" und in der Leopoldstadt den "Campus Getrude-Fröhlich -
realisiert. Ein weiterer Campus am Donaufeld Nord in Floridsdorf ist
bereits in Bau und soll im Herbst 2012 fertig gestellt sein. Die
Erfahrungen der ersten Jahre sind mehr als positiv, es hat sich vor
allem gezeigt, das die Architektur eine wesentliche Rolle beim
"Zusammenwachsen" von Kindergarten und Schule spielt.
Bildungscampus Hauptbahnhof - Lernen und Begegnen auf dem
"Marktplatz"
Für den Bildungscampus Hauptbahnhof wurden umfassende Vorarbeiten
geleistet. Gemeinsam mit dem Österreichischen Institut für Schul- und
Sportstättenbau (ÖISS), dem tilia büro für landschaftsplanung,
PädagogInnen aus Kindergarten, Volksschule und Hauptschule sowie
Erziehungswissenschaftlern wurde ein räumlich-pädagogisches Konzept
erarbeitet und zu dessen Umsetzung ein Katalog entwickelt, der die
Anforderungen und gewünschten Qualitäten für den Campus enthält.
Anstelle eines konventionellen Raumprogrammes wurde dem Wettbewerb
dieser Qualitätenkatalog mit Richtwerten für die einzelnen Funktionen
zugrundegelegt. Dadurch sollte Spielraum für innovative Lösungen zur
räumlichen Umsetzung neuer pädagogischer Konzepte gewährleistet
werden.
Herzstück des Campus sind die sogenannten "Marktplätze", die von den
Kindern gemeinsam genutzt werden und, auf die die übrigen Räume
ausgerichtet werden sollen. Sie sollen als Bewegungs-,
Gruppenarbeits- und Aufenthaltsräume, als Räume für offene
Unterrichtsformen (Lerninsel) sowie Versammlungsräume für alle
dienen. In Kindergarten und Volksschule befindet sich auch der
Speisebereich am Marktplatz. Da über den Tag verteilt Lern- und
Freizeitphasen wechseln, müssen die Räume diesen Wechsel ermöglichen
und Arbeits- und Erholungsbereiche anbieten. Die Einteilung in
"Unterrichtsräume" und "Freizeiträume" wurde aufgehoben.
102 Projekte eingereicht - Siegerprojekt von PPAG Popelka Poduschka
Architekten
102 Projekte zum Bildungscampus Hauptbahnhof wurden in der 1. Stufe
des EU-weiten offenen zweistufigen Realisierungswettbewerbes
eingereicht. Das Preisgericht unter dem Vorsitz von Arch. Albert
Wimmer wählte daraus neun Projekte für die 2. Wettbewerbsstufe aus.
In der Sitzung des Preisgerichtes am 1.2.2011 wurden als
Wettbewerbsgewinner PPAG Popelka Poduschka Architekten aus Wien
ausgewählt. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass der
Entwurf in der Auseinandersetzung mit dem Qualitätenkatalog eine
gelungene Lösung erreicht hat, die von einer sehr guten Verbindung
von Innenraum und Außenraum (Cluster, Marktplatz - Terrassen, Garten)
gekennzeichnet ist. Das vorgegebene Konzept ist sehr konsequent und
in hoher Qualität umgesetzt. Dem Architektenteam ist es gelungen, in
prägnanter Form die Umsetzbarkeit des neuen pädagogischen Konzeptes
darzustellen.
Rückfragehinweis:
Mag. Patrik Volf Mediensprecher Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou Tel: +43 1 4000 81693 [email protected] Mag.a Michaela Zlamal Mediensprecherin Stadtrat Christian Oxonitsch Tel.: +43 1 4000-81930 [email protected]
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