- 24.02.2011, 13:15:32
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FPÖ-Ebinger: Fehler und Missstände im Management dürfen nicht an Mitarbeiter abgeschoben werden
Arbeitskräftemangel im Pflegebereich wird noch weiter verschlechtert
Wien (OTS/fpd) - Die Sozial Global AG ist einer der größten
Anbieter von Pflege und Betreuungsleistungen in Wien. Alleinaktionär
der AG ist der Verein "Sozial Global, Verein für soziale
Dienstleistungen". Vereinsvorsitzende ist die Frauensekretärin der
SPÖ Wien. Auf der Homepage wird damit geworben, dass "zufriedene
Mitarbeiter Innen, die gerne ihren Beruf ausüben und auch über
längere Zeiträume dem Beruf und der Firma erhalten bleiben, sind
unser kostbarstes Gut?.". Nun wurden aber von den 800 Mitarbeitern,
in der überwiegenden Mehrheit Frauen, 385 beim AMS zur Kündigung
angemeldet, so der FPÖ-Wien Gesundheit- und Sozialsprecher, LAbg.
Mag. Gerald Ebinger.
Gründe für diese Maßnahme sind finanzielle Probleme des Vereins. Den
Mitarbeitern steht es jedoch frei, unter geänderten
Rahmenbedingungen, also Umstieg in den mit der Gewerkschaft
ausgehandelten Kollektivvertrag und damit verbundenen massiven
Einkommenskürzungen, wieder im Unternehmen zu arbeiten. Diese
sogenannten Änderungskündigungen würden für die Betroffenen einen
Einkommensverlust von bis zu 3000 Euro pro Jahr bedeuten. Bei einem
durchschnittlichen Nettomonatsgehalt von Euro 1300,-, unzähligen
Überstunden sowie der physischen und psychischen Belastungen, die
dieser Beruf mit sich bringt, ist ein derartiges Angebot schlichtweg
unzulässig.
Fehler und Missstände im Management dürfen keinesfalls auf dem Rücken
der Mitarbeiter ausgetragen werden. Gerade angesichts des
Arbeitskräftemangels im Pflegebereich sind derartige Maßnahmen nicht
geeignet, das Interesse an diesen Berufen zu steigern, meint Ebinger
und kündigt daher einen diesbezüglichen Antrag für die morgige
Gemeinderatssitzung an. Demnach wird die zuständige Stadträtin für
"Gesundheit und Soziales" aufgefordert, gemeinsam mit dem Fonds
Soziales Wien und dem Verein Sozial Global sofort Verhandlungen
aufzunehmen, damit die beim AMS angemeldeten Änderungskündigungen
zurückgenommen werden. (Schluss)paw
Rückfragehinweis:
FPÖ-Wien, Pressestelle
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