- 24.02.2011, 13:09:09
- /
- OTS0166 OTW0166
Weiter auf dem Weg in Richtung Gleichstellung
100 Jahre Frauentag - Viele Errungenschaften in der Vergangenheit, aber ebenso viele Herausforderungen für die Zukunft
Bregenz (OTS/VLK) - Am 19. März 1911 wurde in Österreich zum
ersten Mal der Frauentag begangen - ein Aufbruch in Richtung
Gleichberechtigung. "Die folgende Entwicklung hat beachtliche
Fortschritte und Errungenschaften gebracht, ist aber noch lange nicht
abgeschlossen", sagte Landesrätin Greti Schmid heute, Donnerstag, im
Landhaus, wo auch eine Ausstellung zum Jubiläum gezeigt wird.
Die heutige Situation der Frauen ist mit jener vor 100 Jahren
nicht zu vergleichen. Die Zugeständnisse, für die sie damals kämpfen
mussten, stehen heute als elementare demokratische und
rechtstaatliche Grundrechte außer Frage. Ein Beispiel: Erst ab 1919
durften Mädchen öffentliche Mittelschulen besuchen. Heute stellen sie
sogar die Mehrheit in den Maturaklassen.
Trotz unbestreitbarer Verbesserungen für die Frauen, die in den
letzten Jahrzehnten z.B. im Ehe- und Familienrecht und bezüglich
Bildungschancen erzielt werden konnten, ist immer noch viel zu tun,
betonte Landesrätin Schmid - insbesondere was die Wertschätzung der
Familienarbeit, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die
beruflichen Aufstiegschancen und die Entlohnung der Arbeit von Frauen
betrifft.
Gerade hinsichtlich der Berufswahl müssen nach wie vor
Rollenklischees abgebaut werden, um Mädchen verstärkt zu motivieren,
sich auch für technische Berufe zu interessieren. "Hier zeigen
bewährte Initiativen wie girls day, MUT - Mädchen und Technik, FIT
etc. Erfolg", so Frauenreferatsleiterin Monika Lindermayr.
Allerdings: Die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern
verringern sich kaum. Der Einkommensnachteil von Frauen beim
Vollzeit-Jahreseinkommen beträgt immer noch über 30 Prozent, bei der
Pension sogar noch höher. Dieses Thema bleibt daher ein Schwerpunkt
aller künftigen Gleichstellungsbemühungen, sagte Landesrätin Schmid.
Ebenso wichtig ist für sie die partnerschaftliche Aufteilung der
familiären Betreuungsarbeit. Im Hinblick auf die Gleichstellung der
Geschlechter sei es maßgeblich, dass sowohl Männer als auch Frauen
keine übermäßigen Nachteile in der Einkommens- und
Karriereentwicklung bei der Inanspruchnahme von
Kinderbetreuungszeiten (Karenz, Elternteilzeit) oder auch bei der
Pflege von älteren Familienmitgliedern haben.
Rückfragehinweis:
Landespressestelle Vorarlberg Tel.: 05574/511-20137, Fax: 05574/511-920196 mailto:[email protected] http://www.vorarlberg.at/presse Hotline: 0664/625 56 68, 625 56 67
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVL






