- 24.02.2011, 12:37:47
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FORMAT: Anlegerentschädigung vor dem Aus
Millionen-Klagen von AMIS-Anlegern bringen Anlegerentschädigung für Wertpapierfirmen (AeW) in Bedrängnis
Wien (OTS) - Eine für morgen, Freitag, angesetzte
Generalversammlung der Anlegerentschädigung für Wertpapierfirmen
verspricht einiges an Spannung. Die Gesellschaft will von ihren
Mitgliedern eine Kapitalspritze in Höhe von 50 Millionen Euro. Diese
werden von der AeW dringend benötigt, denn in den letzten Wochen sind
Forderungen von geschädigten AMIS-Anlegern eingegangen, deren
Prozesskosten das Budget der AeW weit überschreiten und diese an den
Rand des Konkurses bringen. Es gilt aber als unwahrscheinlich, dass
die knapp 100 in Österreich tätigen Wertpapierfirmen bei der
Kapitalerhöhung mitziehen werden, weil die meisten dazu gar nicht in
der Lage sind. Gelingt die Aufstockung nicht, wird die AeW nächste
Woche wohl Konkurs anmelden müssen. Dies hätte fatale Folgen: Ohne
Anlegerentschädigung müsste die Finanzmarktaufsicht (FMA) den
Wertpapierfirmen auch die Konzession entziehen.
Die letzte Hoffnung ruht nun auf der Republik. AeW-Chef Michael
Lubenik: "Ohne Hilfe der Republik, etwa in Form einer
Haftungsübernahme, wird es keine Anlegerentschädigung mehr geben."
Dann wäre die Republik erst recht wieder gefordert, denn das EU-Recht
schreibt eine funktionierende Anlegerentschädigung vor.
Rückfragehinweis:
FORMAT Wirtschaft,
Angelika Kramer,
Telefon: 217 55/4138
www.format.at
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