- 23.02.2011, 18:06:35
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via donau bedauert Verzögerung des Pilotprojektes
Dialogprozess mit Beteiligten wird weitergeführt
Wien (OTS) - Das Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg ist das letzte
von insgesamt 6 Pilotvorhaben. Erstmals sollten
Entscheidungsgrundlagen für eine nachhaltige Stabilisierung der
Flusssohle getestet werden. Die Entscheidung des Landes NÖ kam für
via donau überraschend, da aktuell ein intensiver Dialog mit NGOs,
Schifffahrt und Projektbeteiligten zur Ausgestaltung des Projektes
geführt wird. Eine zeitliche Verzögerung der Problemlösungen in
diesem Bereich würde via donau sehr bedauern.
Bereits seit Projektbeginn wurden Gespräche mit allen beteiligten
Gruppen geführt. Diese wurden im letzten Jahr deutlich intensiviert.
Die verantwortungsvolle Einbindung der unterschiedlichen Interessen
und die laufende Einarbeitung der gewonnenen Ergebnisse in das
Projekt erfordern eine erhöhte Flexibilität aller Projektbeteiligten.
Dadurch besteht die Möglichkeit, dass bereits rechtskräftig
vorliegende Bescheide des Landes NÖ für einzelne Projektbestandteile
adaptiert bzw. verlängert werden müssen. Hierzu wird via donau mit
den zuständigen Behörden in Verbindung treten.
Die flussbaulichen Maßnahmen der via donau gelten international
als Vorzeigeprojekte im Zusammenhang mit der Einbindung
verschiedenster Interessen in die Projektplanung. Bereits vor der
Erstellung der generellen Planung fanden Moderationsworkshops mit
wichtigen Stakeholdern und NGOs statt. Darüber hinaus wurden bei
zahlreichen Informations- und Diskussionsveranstaltungen an
Universitäten und in den Anrainergemeinden die Projektziele und
-maßnahmen diskutiert. Auch der Dialog mit der Wirtschaftskammer
Österreich wurde laufend geführt. Dem kürzlich geäußerten
Informationsbedürfnis des Fachverbandes Schifffahrt wird weiterhin
nachgekommen, damit der Fachverband seine Interessen klar definieren
sowie sich von den Vorteilen, die die geplanten Maßnahmen für die
Schifffahrt bieten, nochmals überzeugen kann.
Beim Runden Tisch am 26. Jänner 2011 wurde in Abstimmung mit
Donau-ExpertInnen festgelegt, dass die Ergebnisse aus den
Donauprojekten im Sinne eines adaptiven Vorgehens in neue Projekte
einfließen werden. Alle neuen Erkenntnisse stehen unter einem
wissenschaftlichen Monitoring und fließen beständig in die
flussbaulichen Maßnahmen an der Donau ein. Mehr als 140
WissenschaftlerInnen der Universität für Bodenkultur Wien, der
Universität Wien, des WasserClusters Lunz und der Technischen
Universität Wien haben sich in einer gemeinsamen Petition für die
Lösung der Problembereiche mittels wasserbaulicher Maßnahmen
ausgesprochen. Der Erprobung der sogenannten Granulometrischen
Sohlverbesserung unterstützen zudem der Nationalpark Donau-Auen, die
Donauschutzkommission, die Fischerei sowie andere NGOs.
Rückfragehinweis:
via donau - Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH
Mag. Eva Michlits
1220 Wien, Donau-City-Straße 1
[email protected], www.via-donau.org
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