- 23.02.2011, 13:44:11
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Fraunhofer Kaminabend: Trends in der Automobilindustrie - Handlungsdruck für Zulieferer
Wien (OTS) - Der Turn-Around ist beeindruckend - kaum jemand hatte
eine solch schnelle Erholung der Automobilindustrie zu
prognostizieren gewagt. Auch Central and Eastern Europe als Standort
für Automobilproduktion findet zu alter Stärke zurück. Positive
Signale - doch für österreichische Zulieferer wachsen auch die
Herausforderungen.
Die Bewältigung einer steigenden Komplexität ist die
Herausforderung der Zukunft der Au-tomobilindustrie. Prof. Wilfried
Sihn, Geschäftsführer von Fraunhofer Austria zeichnete anlässlich des
ersten Kaminabends 2011 von TU Wien und Fraunhofer Austria ein von
vielen Einflussfaktoren und Veränderungen geprägtes Bild der Branche.
Verschiedene Treiber wie die rasante Technologieentwicklung der
letzten Jahre, ein völlig verändertes Käuferverhalten, aber auch die
Turbulenzen an den Finanz- und Rohstoffmärkten führen dazu, dass die
Produktion von Fahrzeugen nicht einfacher wird.
Trends auf der Absatzseite sind die Erschließung neuer Märkte
durch Nischenfahrzeuge oder Autos im Niedrigpreissegment. Zusätzlich
ist die Elektrifizierung des Antriebsstrangs durch die umfangreichen
Aktivitäten im Bereich Elektromobilität im vollen Gange - beides
Entwicklungen, die die Varianten im Automobilbau massiv erhöhen. Dies
führt zu einer Veränderung der Produktion, da statt Großserien- eine
Kleinserienproduktion und oftmals auch eine Gleichzeitigkeit
verschiedener Produktions- oder Produkttechnologien beherrscht werden
müssen.
Produktionsanteil aus CEE steigt stetig
Neben der Art und Weise der Produktion ändert sich auch oft das
Wo. Asien, Südamerika und CEE sind Wachstumsmärkte, auch was die
Produktionsmengen angeht. Mittlerweile stammen beispielsweise rund 35
% der in Europa hergestellten Fahrzeuge aus CEE und Russland. Und die
Zulieferer folgen - in den letzten 5 Jahren hat sich die Anzahl der
Teilelieferanten in CEE mehr als verdreifacht. Dies erhöht den
Handlungsdruck für österreichische Zulieferbetriebe. "Chancen nutzen,
Strategien überprüfen und Effizienz steigern", lautet der Rat der
Fraunhofer-Automobilexperten.
Checkliste für österreichische Zulieferindustrie
Um den kommenden Herausforderungen der Automobilindustrie gerecht
werden zu können, hat Fraunhofer Austria für die österreichische
Zulieferindustrie eine Art Checkliste entwickelt, mit der Unternehmen
ihre Zukunftsfähigkeit hinsichtlich der zu erwartenden
Marktentwicklung in den CEE-Märkten und im Bereich Elektromobilität
überprüfen können. Mit ihr werden Fragen nach den eigenen
Kernkompetenzen gestellt, die für ein erfolgreiches Agieren besonders
im Zukunftsmarkt "Elektromobilität" erforderlich sein werden. Die
Fragen beziehen sich sowohl auf die strategische Ausrichtung des
Unternehmens als auch auf den weiten Bereich seiner
Produktionsstrategie, seiner aktuellen Kompetenzfelder bis hin zu
seiner Wertschöpfungsverteilung. Darüber hinaus unterstützt die
Fraunhofer Austria die Unternehmen bei der Erstellung einer
E-Mobility-Roadmap, die alle wichtigen Kriterien zum erfolgreichen
Start in dieses Marktsegment beinhaltet.
Rückfragehinweis:
Fraunhofer Austria Research GmbH Produktions- und Logistikmanagement Dipl.-Ing. Daniel Palm Telefon +43 1 504 6906 mailto:[email protected] www.fraunhofer.at
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