• 23.02.2011, 12:56:27
  • /
  • OTS0176 OTW0176

NEWS: Haider ließ Kärntner Fußballklub durch Schmiergelder finanzieren

Neue Akten über Hypo-Sponsoring und Haider-Bankgarantien

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner
am Donnerstag erscheinenden Ausgabe neue Akten zum Sponsoring des
Kärntner Fußballs durch Schmiergelder, die im Zusammenhang mit dem
Verkauf der Hypo an die BayernLB lukriert wurden. Die
Staatsanwaltschaft München ermittelt in diesem Zusammenhang wegen des
Verdachts der Bestechung eines Amtsträgers.

NEWS liegen zum komplizierten Geldfluss neue Ermittlungsakten vor.
Aus diesen Unterlagen ergibt sich, dass Teile jener fünf Millionen
Euro, die Haider für seine Zustimmung des Verkaufs der Hypo an die
Bayern einforderte, schon gebraucht wurden, bevor der Bankverkauf
über die Bühne ging.

Der Hintergrund: Der Stichtag für die Bundesligalizenz des "FC
Kärnten" war bereits am 11. Mai 2007 - die Bank wurde jedoch erst am
22. Mai 2007 verkauft. Aus diesem Grund wurden in den Morgenstunden
des 11. Mai 2007 auf Veranlassung Haiders von der Hypo zwei
Bankgarantien zu je 500.000 Euro ausgestellt, damit die Ligalizenz
nicht verloren geht.

Erst am 21. Mai 2007 beschloss dann der Aufsichtsrat der Hypo,
dass der "FC Kärnten neu" von der Hypo Tochter Hypo Consultants
Holding drei Millionen Euro für die Namensrechte des Klagenfurter
Stadions bekommt, am 22. Mai 2007 wurde zwischen Kärntner und
bayerischen Bankern dann beschlossen, dass sich die Bayern (wie schon
zu Jahresbeginn mit Haider besprochen) mit 50 % an der Sponsorsumme
von maximal 5 Millionen Euro beteiligen.

Erst am 20. Juni 2007 wurde dann ein Sponsorvertrag zwischen Hypo
und Fußballverein erstellt, der diese fünf Millionen Euro umfasste.
In diesem Vertrag wird festgehalten, dass bereits drei Millionen Euro
für die Namensrechte geflossen und zwei Bankgarantien zu je 500.000
Euro ausgestellt worden sind. Eine weiteren Million Euro wurde als
"Sponsoringbeitrag" vereinbart.

Dass diese Zahlungen auf deutscher Seite rechtlich mehr als
problematisch war, schien auch der Bayern-Bankern bewusst. Daher
wurde der 50-%-Anteil am "Sponsoring" über die BayernLB-Tochter
Deutsche Kreditbank bedient. Der frühere BayernLB-Vorstand Werner
Schmidt sagte in seiner Einvernahme, dass "die Hypo Group Alpe Adria
damals erkannt hatte, dass hier Korruption im Spiel war."

Rückfragehinweis:
NEWS
Chefreporter Kurt Kuch
Tel.: (01) 213 12 DW 1143

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NES

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel