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OTS0155   23. Feb. 2011, 12:19

LR Anschober: EU kippt Nulltoleranz für GVO bei Futtermittel-Importen - kommen als nächstes GVO in Lebensmittel-Importen?

Heftiger Protest: Landwirtschafts- und Gesundheitsminister verlassen Österreichs Anti-GVO-Haltung. Ist auch Österreich umgefallen?


Bisher gilt für Importe von Tierfutter in die EU eine
absolute Nulltoleranz bei nicht in der EU zugelassenen GVO. Um diese
Nulltoleranz aufzuheben, hat die EU-Kommission im Oktober 2010 nach
mehreren Jahren Vorbereitung einen Vorschlag präsentiert. So soll
eine Verunreinigung mit 0,1 Prozent gentechnisch veränderten
Organismen in Futtermitteln zulässig sein, für die ein
EU-Zulassungsverfahren eingeleitet ist.

Gestern haben Vertreter/innen der 27 Mitgliedstaaten nach einem
ersten Anlauf vor zwei Wochen im Ausschuss für die Lebensmittelketten
und Tiergesundheit mehrheitlich dem Vorschlag der Kommission
zugestimmt, auch Österreich deklarierte sich pro. LR Anschober:
"Damit reiht sich Österreich unrühmlich in die Reihe der
Mitgliedstaaten ein, die einer schleichenden Kontamination mit nicht
zugelassenen GVO im Futtermittelbereich Tür und Tor öffnen. Das ist
ein Kniefall vor der Gentechindustrie, damit verliert Österreich viel
von seiner Glaubwürdigkeit im Kampf gegen GVO auf unseren Feldern."

LR Anschober weiter: "Durch diese Entscheidung werden GVO in Zukunft
quasi durch die Hintertür in die EU gebracht - und das ohne
abgeschlossenes Genehmigungsverfahren. Notwendig sind jetzt
jedenfalls einheitliche Methoden-Standards in der EU, mit denen die
Einhaltung des Grenzwertes überprüft wird. Denn der beste Grenzwert
ist nur so viel wert, wie auch entsprechend einheitliche Methoden zur
Verfügung stehen.
Der nächste Anschlag droht bereits: Mehrere Mitgliedstaaten haben
zuletzt von der EU-Kommission gefordert, die Nulltoleranz auch bei
GVO in importierten Lebensmitteln aufzuheben."

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0155 2011-02-23 12:19 231219 Feb 11 GRO0001 0265



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Rückfragehinweis: Büro Landesrat Rudi Anschober,
Mag. Rudi LEO,
Pressesprecher,
Tel: +436648299969,
rudi.leo@ooe.gv.at,
Promenade 37,
4020 Linz,
www.anschober.at

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