Leitl: Mehr Unterstützung für KMU durch gestärkten Small Business Act
Der SBA muss auch auf nationaler Ebene nachhaltig umgesetzt werden
Wien (OTS/PWK115) - "Die heute von der EU-Kommission
präsentierte Mitteilung zum Small Business Act (SBA) ist in weiten
Bereichen eine wertvolle Weiterentwicklung des zentralen
KMU-politischen Dokuments der EU", erklärt Christoph Leitl, Präsident
der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Den Großteil der Empfehlungen
des Dokuments, das sich völlig zu Recht auch an die Mitgliedstaaten
richtet, unterstützt die WKÖ als Vertreterin aller österreichischen
kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft
voll und ganz.
"Die vorgesehene Unterstützung der KMU durch neue
Finanzierungsinstrumente ist entscheidend: Vor allem angesichts der
möglichen Verschärfungen, die die neuen Eigenkapitalrichtlinien Basel
III verursachen könnten, müssen Europas Unternehmen erweiterte
Garantieinstrumente zur Verfügung haben", mahnt Leitl auch
Verbesserungen ein.
"Der SBA muss auch auf nationaler Ebene nachhaltig umgesetzt
werden", fordert Leitl weiters. Über die Umsetzung solle nicht nur
berichtet werden (wie im "Mittelstandbericht"): "Eine strategische
Vorausschau soll die geplanten, für KMU relevanten Gesetze der
nächsten Zeit auflisten." Diese Vorausschau könnte in Österreich
durch die Anpassung des Gesetzes, mit dem der Mittelstandbericht in
Österreich eingeführt wurde, verankert werden.
Ein besserer Zugang zu Normen, eine stärkere Beteiligung der KMU
bei der Ausarbeitung derselben sowie die Umsetzung der "GmbH light"
auf österreichischer Ebene zur Erleichterung von
Unternehmensgründungen sind weitere zentrale Forderungen. Um das Ziel
von minus 25 Prozent an Bürokratie so rasch als möglich zu erreich,
besteht auf europäischer und nationaler Handlungsbedarf. Im Sinne des
"think small first"-Prinzips müsse außerdem in Zukunft jeder
Gesetzesvorschlag bei seiner Entstehung auf europäischer bzw.
nationaler Ebene auf seine KMU-Tauglichkeit überprüft werden
(KMU-Test).
Um das volle Potential des Enterprise Europe Network zu nutzen,
fordert die WKÖ die Kommission auf, den Bürokratieaufwand für die
Netzwerkpartner zu reduzieren: "Wir müssen ein Maximum der Ressourcen
dafür einsetzen, kleinen und mittleren Unternehmen die Chancen des
Binnenmarkts aufzuzeigen, nicht für unnötige Bürokratie", so Leitl
abschließend. (FA)
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