• 22.02.2011, 12:34:27
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Erhöhung des europäischen CO2-Reduktionsziels wäre Jobmotor

Greenpeace: Österreichs Tritt auf die Klimapolitik-Bremse schädigt Wirtschaft

Wien (OTS) - Eine ambitionierte und langfristig stabile
Klimapolitik wirkt sich positiv auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt aus -
zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des deutschen Potsdam-Institutes
für Klimafolgenforschung (PIK). "Die Studie widerlegt auf
eindrucksvolle Weise die landläufige Meinung, dass Klimaschutz teuer
ist und Jobs kostet", erklärt Greenpeace-Energiesprecher Jurrien
Westerhof. "Genau das Gegenteil ist der Fall, doch Österreich steht
bei der Diskussion um die Klimaschutz-Ziele der EU weiterhin auf der
Bremse", kritisiert Westerhof die Haltung der Alpenrepublik in
Brüssel.

Die PIK-Studie zeigt, dass neue Impulse die Wirtschaft enorm
ankurbeln würden. Eine Erhöhung des CO2-Reduktionszieles von zwanzig
auf dreißig Prozent kombiniert mit klimapolitischen Maßnahmen würde
einen starken Investitionsschub auslösen und sich so auf die
Gesamtwirtschaft positiv auswirken.

Eine Modellsimulation zeigt auf: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP)
wäre mit einem dreißigprozentigen CO2-Reduktionsziel verglichen mit
einem zwanzigprozentigen um satte zehn Milliarden Euro höher. Das
Wirtschaftswachstum würde mit 2,3 Prozent um 0,3 Prozentpunkte
steigen. Die Arbeitslosenrate würde von mit 4,7 Prozent auf 3,6
Prozent gleich um 1,1 Prozent sinken. Die Investitionsrate als Teil
des BIP würde 25,9 statt 20,8 Prozent ausmachen und die
Treibhausgasemissionen würden bei 78,5 statt 86,3 Millionen Tonnen
liegen.

"Umweltminister Berlakovich träumt immer wieder laut von 'Green
Jobs'. Derzeit steht die Bundesregierung aber ständig auf Standby -
so entstehen diese Jobs vielleicht in China, aber nicht in
Österreich", kritisiert Westerhof. "Leider setzt sich hierzulande
immer wieder der lähmende Einfluss einiger großer
Industrieunternehmen durch. Die Folgen sind unter anderem
ausbleibende Investitionen und massive Kosten durch das Verfehlen des
Kiotozieles", so Westerhof weiter.

Nach wie vor lehnt Österreich eine Erhöhung des
CO2-Reduktionszieles der EU von zwanzig auf dreißig Prozent mit der
Begründung ab, dass diese Maßnahme der Wirtschaft schaden würde.
"Diese rückständige Haltung schadet dem Wirtschaftsstandort
Österreich", führt Westerhof aus. "Es wird Zeit, dass Österreich
seine Rolle als Bremsklotz der EU-Klimapolitik aufgibt, und sich klar
und unmissverständlich für eine dreißigprozentige CO2-Reduktion bis
2020 ausspricht", fordert Westerhof.

Rückfragehinweis:

Greenpeace CEE
   DI Jurrien Westerhof, Energiesprecher Greenpeace
   Mobil: +43 664 612 67 01
   Melanie Beran, Pressesprecherin Greenpeace
   Mobil: +43 664 612 67 18
   mailto:[email protected]
   www.greenpeace.at

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