• 21.02.2011, 12:52:39
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Moser zu Radhelmpflicht: Bures lässt bei Verkehrssicherheit die gebotene Seriosität vermissen

Alkolenker, Raser und Handy am Steuer kosten Kinder das Leben - Radhelmpflicht ist Scheinaktivität

Wien (OTS) - "Der Vorstoß von Bundesministerin Doris Bures für
eine "Radhelmpflicht für Kinder bis 10 Jahre" ist fachlich völlig
unhaltbar und setzt am verkehrten Ende an: Das Problem ist, dass aus
falscher Rücksicht auf die Autolobby wirksame Maßnahmen gegen
Alltagsrasen, Handy am Steuer und dergleichen unterbleiben", stellt
Gabriela Moser, Verkehrssprecherin der Grünen, klar.

Die Radhelmpflicht ist erwiesenermaßen eine Scheinaktivität: Wo immer
in der Vergangenheit eine Radhelmpflicht eingeführt wurde, konnte in
keinem Fall eine positive Sicherheitswirkung nachgewiesen werden.
Daher haben unter anderem Niederlande, Norwegen und Dänemark
Helmpflicht-Pläne wieder ad acta gelegt, auch in der Schweiz und
Deutschland gibt es keine Pflicht. Besonders zu denken geben sollte
das Beispiel Schweden: Hier wurde im Jahr 2005 eine Helmpflicht für
Kinder eingeführt, aber die Zahl der Krankenhausaufenthalte in Folge
von Radverkehrsunfällen blieb trotz Helmpflicht konstant.

"Die einzigen Zurufe pro Radhelmpflicht kommen von der
Versicherungswirtschaft und ihr nahestehenden Organisationen - dies
im übrigen mit angreifbaren Zahlen - sowie von Populisten wie Erwin
Pröll. Dass sich Bures auf dieses Niveau begibt, anstatt der blutigen
österreichischen Unfallbilanz treffsicher und abseits von
Einzelinteressen zu Leibe zu rücken, ist sehr bedenklich", so Moser.

"Eine Helmpflicht ist kontraproduktiv, lenkt von den wahren
Verkehrssicherheitsproblem für Kinder und Radfahrende ab und
verursacht zusätzlichen Aufwand bei der Exekutive, die im Sinne der
Verkehrssicherheit anderswo fehlt. Ich fordere Bundesministerin Bures
dringend auf, die seit einem Jahr im Bures-Kabinett abliegende
StVO-Novelle zugunsten des Radverkehrs endlich umzusetzen, statt auf
Lobby-Zuruf mit falschen Maßnahmen wie der Helmpflicht auszuhöhlen",
fordert Moser.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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