LH Dörfler fordert Radhelmpflicht für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre
Kärntner Landesregierung hat Radhelmpflicht bereits in Resolution im Juni 2010 gefordert - Vorstoß für Radhelmpflicht von BM Bures ist richtiger Schritt
Klagenfurt (OTS/LPD) - Als sehr positiv bewertet Kärntens
Landeshauptmann sowie Verkehrs- und Familienreferent Gerhard Dörfler
das Verkehrssicherheitspaket von Verkehrsministerin Doris Bures, das
eine Radhelmpflicht für Kinder vorsieht. "Der Plan der
Verkehrsministerin, durch das gesetzliche Tragen von Fahrradhelmen
für mehr Sicherheit unserer Kinder zu sorgen, ist ausgesprochen
positiv. Die Kärntner Landesregierung hat sich nämlich bereits in
einer Resolution vom 29. Juni 2010 für eine Radhelmpflicht für Kinder
ausgesprochen. Dieser Vorschlag des Landes Kärnten soll nun
tatsächlich von Bures bis zum Sommer zumindest teilweise umgesetzt
werde", betont Dörfler.
Für den Kärntner Landeshauptmann ist eine Helmpflicht für Kinder
bis zum Alter von zehn Jahren aber noch zu wenig weitreichend.
Deshalb fordert Dörfler eine Ausweitung der Helmpflicht auch für
Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 14 Jahren. "Grundsätzlich
ist die Ankündigung der Verkehrsministerin ein Schritt in die
richtige Richtung. Es sollten nur auch die Jugendlichen bis 14 Jahre
geschützt werden." Nachdem Radfahren für viele Jugendliche eine der
beliebtesten Freizeitbeschäftigungen ist und sich viele auch im
Rahmen ihrer Sommersportwochen Radfahren als ein ihrer
Sportschwerpunkte gesetzt haben, sei eine Ausweitung der Gesetzgebung
entsprechend der Kärntner Resolution auf das Pflichtschulalter,
nämlich auf vierzehn Jahre, dringend notwendig. Auch die Unfallzahlen
würden deutlich zeigen, dass die Altersgruppe der bis zu vierzehn
Jährigen besonders gefährdet ist. So wurden nach der
Verkehrsunfallstatistik 2009 des Kuratoriums für Verkehrssicherheit
446 Personen in Kärnten, davon 57 Kinder im Alter unter vierzehn
Jahren, beim Radfahren verletzt. Bei der Altergruppe der unter
15-Jährigen betrage der Anteil an Kopfverletzungen sogar 30 Prozent.
Dass die Einführung einer Radhelmpflicht für Kinder und Jugendliche
auf breite Zustimmung der Bevölkerung stößt, wird durch eine aktuelle
Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes OGM bestätigt. Demnach
befürworten 81 Prozent bzw. 78 Prozent der Befragten die Einführung
einer Helmpflicht für Radfahrer bis 14 Jahre.
"Ich gehe davon aus, dass eine gesetzliche Verpflichtung zum
Tragen von Radfahrhelmen so flächendeckend wie im Rahmen der
Skihelmpflicht funktionieren wird, weshalb dieses Gesetz nicht nur
das Kindes- sondern auch das Jugendalter erfassen sollte, so Dörfler.
(Schluss)
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at













