• 21.02.2011, 11:59:25
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Ärztekammer zu "Vertrauensindex": Bedeutung der Hausärzte bestätigt

Arzt-Patienten-Beziehung braucht wieder mehr Zeit - Hausarztmodell gehört endlich umgesetzt

Wien (OTS) - In ihrer Forderung, die Position der Hausärzte
stärker zu betonen, fühlt sich die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK)
durch die aktuelle Gallup-Umfrage zum Vertrauensindex bestätigt.
"Dass die Hausärzte das größte Vertrauen der Österreicher genießen,
zeigt, welch wichtigen Stellenwert sie in der Gesellschaft
einnehmen", betonte der ÖÄK-Vizepräsident und Bundeskurienobmann der
niedergelassenen Ärzte, Günther Wawrowsky, am Montag in einer
Aussendung. Es sei nun endlich an der Zeit, dass dies von
Sozialversicherung und Politik erkannt und das von der ÖÄK
entwickelte Hausarztmodell umgesetzt werde.

"Unsere Hausärztinnen und Hausärzte begleiten ihre Patienten über
Jahre hinweg, manchmal sogar ein Leben lang. Ohne Vertrauen ist eine
optimale Behandlung oft gar nicht möglich", sagte Wawrowsky. Damit
dieses Vertrauen in die Arzt-Patienten-Beziehung auch in Zukunft
bestehen bleibe, müsse jetzt gehandelt werden. "Mit all den
administrativen Aufgaben, Richtlinien und Vorgaben bleibt den Ärzten
immer weniger Zeit für die Patienten. Die Basis des Vertrauens, die
nur durch Zuwendung zum Menschen entsteht, wird sukzessive
ausgehöhlt", warnte der Chef der niedergelassenen Ärzte. Diesem Trend
könne jedoch mit der längst überfälligen Aufwertung der Hausärzte
gegengesteuert werden. Mit dem von der ÖÄK entwickelten
Hausarztmodell würde der Patient wieder verstärkt in den Mittelpunkt
gestellt, der Mediziner zu seinem Berater und Begleiter durch das
Gesundheitssystem. "Die Österreicher haben deutlich gemacht, wie sie
zu ihrer Ärztin, ihrem Arzt stehen. Nun wird es Zeit, auf sie zu
hören und es nicht bei bloßen Lippenbekenntnissen zu belassen", so
Wawrowsky abschließend.

Die Vorteile des Hausarztmodells:

- Optimierte medizinische Betreuung und schnellere Hilfe für
Patienten.
- Lotsenfunktion und ärztliche Begleitung im Gesundheitssystem.
- Effektive Patientenbetreuung durch Stärkung des niedergelassenen
Bereichs.
- Entlastung der Spitäler.
- Betonung und Neupositionierung des Hausarztes durch mehr Kompetenz.
- Höhere Attraktivität durch verantwortungsvolle Aufgabe und
Wertschätzung
- Dadurch: Stopp des "Landarzt-Sterbens": In den nächsten zehn Jahren
gehen 50 Prozent der Allgemeinmediziner in Pension, Nachfolger sind
schwer zu finden.
(zk)

Rückfragehinweis:
Pressestelle der Österreichischen Ärztekammer
Mag. Martin Stickler
Tel.: (++43-1) 513 18 33-14
Mail: [email protected]

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