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OTS0002   20. Feb. 2011, 09:08

Kommissarin Reding: Frauenquoten als Krücke, damit wir in Europa weiterkommen

Heinisch-Hosek freut sich über Rückenwind aus Europa was Frauen in Führungspositionen anlangt


"Ich sehe Frauenquoten als Krücke, damit wir in
Europa weiterkommen. Damit wir einen Schritt weitergehen in Sachen
Gleichstellung", sagte die Vizepräsidentin der EU-Kommission Viviane
Reding im Anschluss an ein gemeinsames Gespräch mit der
österreichischen Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Sie werde
daher am 1. März mit den CEOs großer Firmen - darunter auch zwei
österreichische Unternehmen - zusammenkommen, um mit ihnen in einer
ersten Etappe Strategien zu besprechen, um die Anzahl der Frauen in
Führungspositionen zu erhöhen. Träfen sie keine Entscheidungen, die
nachvollziehbar und kontrollierbar seien und ändere sich nichts, dann
müssten im nächsten Jahr gesetzliche Maßnahmen ergriffen werden.

"Ich freue mich sehr über den Rückenwind aus Europa was Frauen in
Führungspositionen anlangt", ergänzte Frauenministerin Gabriele
Heinisch-Hosek. Denn es gehe nicht nur um Gleichstellung, sondern
auch darum, die wirtschaftlichen Möglichkeiten und die Talente, die
Frauen mitbringen, auch nutzen zu können. Denn man wisse, dass große
Unternehmen mit einer gleichen Anzahl von Frauen und Männern in der
Führungsebene bessere Ergebnisse brächten, so Reding und
Heinisch-Hosek unisono.

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek verwies auch auf eine von
ihr in Auftrag gegebene, brandaktuelle Umfrage unter 1.500 Personen
zum Thema Quote. Aus der Studie gehe hervor, dass die Hälfte aller
Frauen über alle Altersgruppen hinweg für eine verpflichtende Quote
in Aufsichtsräten seien. Und umso jünger die Frauen, desto mehr seien
sie für Frauenquoten im Gesetz. "Diese Umfrage werde ich auch an
Wirtschaftsminister Mitterlehner herantragen, damit wir bei unseren
Verhandlungen zu einem Quotenstufenplan einen nächsten Schritt in
Österreich gehen können", so Heinisch-Hosek.

Ein zweites wichtiges Thema im Gespräch zwischen Kommissarin und
Frauenministerin war die Bekämpfung der Einkommensschere. "Daher
freue ich mich auf die Transparenzmaßnahme, die die österreichische
Regierung getroffen hat, um dem großen Lohngefälle in Österreich
beizukommen", meinte Viviane Reding. "Ich bin sehr stolz, dass ich
Kommissarin Reding heute berichten konnte, dass wir ab 1. März
Unternehmen gesetzlich verpflichten werden, die durchschnittlichen
Einkommen von Frauen und Männern betriebsintern offen zu legen. Das
ist ein erster großer Schritt in Richtung gerechte Bezahlung", sagte
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0002 2011-02-20 09:08 200908 Feb 11 NBU0001 0386



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Rückfragehinweis: Mina Andreeva
Pressereferentin der Kommissarin Viviane Reding
Telefon: (+32-2) 299.13.82
Mobile : +32 (0)498 991 382
Email: mina.Andreeva@ec.europa.eu

Dr.in Julia Valsky
Pressesprecherin der
Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: 01 531 15-2149
julia.valsky@bka.gv.at

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