• 18.02.2011, 11:11:08
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Presseaussendung der Bundessektion Landesanstalten und Betriebe

Linz (OTS) - Die Pflege braucht dringend mehr Personal -
Einrichtung eines Pflegefonds überfällig! Regierung sieht keine
zusätzlichen Mittel für Personalaufstockung in den Alten- u.
Pflegeheimen vor!

Der Vorsitzende der Bundesvertretung 9 - Landesanstalten und
Betriebe in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst Johann Hable -
fordert die Bundesregierung dringend auf, mehr Geld für die Pflege
zur Verfügung zu stellen.

Der Streit um die Form der Finanzierung des Pflegefonds darf nicht
im Vordergrund stehen. Eine wesentliche finanzielle Aufbesserung ist
von Nöten.

Auch eine Kompromissvariante, die sich zur Bildung eines
Pflegefonds anbietet bzw. ein Solidarzuschlag für Spitzenverdiener ab
250.000 Euro jährlich könnten für eine Lösung herangezogen werden.

Es ist nicht länger tragbar, dass unter den knappen
Personalressourcen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, weit über
die Grenze der Zumutbarkeit hinausreichend belastet werden. Die Folge
sind Burn-out-Erkrankungen und/oder Berufsausstieg beim
Pflegepersonal.

Wir fordern daher die Bereitstellung eines Pflegefonds aus
Bundesmitteln, worin

a) mehr Pflegepersonal für die Alten- u. Pflegeheime finanziert wird
b) Schaffung von mehr Kurzzeit-Pflegebetten zur Entlastung 
   pflegender Angehöriger
c) Ausbau der extramuralen Pflege und Betreuung
d) Verdoppelung der derzeitigen Ausbildungskapazitäten für 
   Pflegeberufe
e) bessere Bezahlung der Pflegekräfte

Derzeit werden beim Sozialministerium neue Formen der
Pflegefinanzierung angedacht. Es ist notwendig, dass den
Sozialpartnern, insbesondere den zuständigen Gewerkschaften ein
Mitwirkungsrecht eingeräumt wird.

Auch die finanziellen Mittel aus dem AMS-Finanzierungs-Topf für
Arbeitssuchende sollen für die Ausbildung von mehr Pflegepersonal
herangezogen werden.

Auf Grund der rasant ansteigenden Pflegefälle sind Sofortmaßnahmen
dringend notwendig!

Die Regierung arbeitet an einer Pflegefinanzierung neu. Der
Vorsitzende der Bundesvertretung Johann Hable kritisiert, dass keine
zusätzlichen finanziellen Mittel für die Aufstockung des Personals in
Alten- und Pflegeheimen, sowie Behinderteneinrichtungen vorgesehen
sind.

Wir lassen uns nicht bieten, dass wir bei der Neufinanzierung der
Pflege durchfallen. Die neuen finanziellen Mittel sollen nach Ansicht
der Regierung ausschließlich zur finanziellen Entlastung der
Gemeinden und Länder führen.

Das Personal in den Alten- und Pflegeheimen wird damit zur Pflege
2. Klasse degradiert. Hable: Ich fordere Bundeskanzler Faymann und
Vizekanzler Dr. Pröll auf, bei der Gestaltung der "Pflege neu" (Geld
aus den Bundesmitteln) die dringend notwendige
Pflegepersonalaufstockung zu berücksichtigen.

Mit gewerkschaftlichen Grüßen!

Rückfragehinweis:
Johann Hable
Vorsitzender der Bundesvertretung 9
Bundesvertretung Landesanstalten und Betriebe
Gewerkschaft Öffentlicher Dienst
Tel.: 0664/24 35 335

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NOB

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